beherbergen
Jemandem eine Unterkunft oder einen Schlafplatz geben, meist für eine begrenzte Zeit.
Das Hotel kann bis zu 200 Gäste beherbergen.

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Jemandem eine Unterkunft oder einen Schlafplatz geben, meist für eine begrenzte Zeit.
Das Hotel kann bis zu 200 Gäste beherbergen.

Das Verb leitet sich vom Nomen „die Herberge“ (eine einfache Unterkunft) ab. Die Vorsilbe „be-“ macht daraus ein transitives Verb, das bedeutet, jemandem eine „Herberge“ zu geben.
Die Familie war so freundlich, uns für eine Nacht zu beherbergen.
„Beherbergen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Das alte Schloss beherbergte früher Könige und Königinnen.
„Beherbergen“ gehört eher zur gehobenen oder schriftlichen Sprache. Es klingt formeller und distanzierter als andere Ausdrücke für die Gewährung von Unterkunft.
Die Stadt wird während der Konferenz Tausende von Besuchern beherbergen.
Die Bedeutung lässt sich leicht am Objekt erkennen. Bezieht sich das Verb auf Personen oder Lebewesen, geht es um Unterkunft. Bezieht es sich auf Dinge, Ideen oder Gefühle, bedeutet es „enthalten“ oder „in sich tragen“.
Wir können leider keine weiteren Gäste beherbergen.
„aufnehmen“ und „beherbergen“ können beide bedeuten, dass jemand einen Platz zum Bleiben bekommt. „aufnehmen“ ist breiter: Eine Familie, ein Heim, eine Schule oder eine Gruppe kann jemanden aufnehmen. Dabei kann es um Unterkunft, Schutz oder Zugehörigkeit gehen. „beherbergen“ meint genauer, dass man jemandem eine Unterkunft oder einen Schlafplatz gibt, meistens für eine begrenzte Zeit. Es klingt etwas formeller als „aufnehmen“. Die Wörter sind verwechselbar, wenn es um Gäste oder Menschen ohne Unterkunft geht. Praktisch gesagt: Wer jemanden in sein Haus lässt, kann ihn aufnehmen; ein Hotel oder eine Unterkunft beherbergt Gäste.

Im Sommer beherbergt das kleine Hotel viele Wanderer.
Die Familie nimmt den Austauschschüler für drei Wochen bei sich auf.