bekleiden
Ein offizielles Amt oder eine hohe Position innehaben. Dies ist ein formeller Ausdruck.
Sie bekleidet das Amt der Finanzministerin.

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Ein offizielles Amt oder eine hohe Position innehaben. Dies ist ein formeller Ausdruck.
Sie bekleidet das Amt der Finanzministerin.

„Bekleiden“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Konjugationsformen und Satztypen fest mit dem Verbstamm „kleiden“ verbunden.
Er bekleidete viele Jahre lang eine wichtige Position in der Regierung.
In der Bedeutung „ein Amt innehaben“ gehört „bekleiden“ zur formellen Schriftsprache. Man findet es häufig in offiziellen, politischen oder beruflichen Kontexten.
Wer wird das Amt des Bürgermeisters als Nächstes bekleiden?
Das Verb wird fast ausschließlich mit abstrakten Nomen kombiniert, die eine offizielle Rolle beschreiben. Typische Objekte sind „ein Amt“, „eine Position“, „eine Funktion“ oder „eine Rolle“.
Er bekleidet das Amt des Schatzmeisters im Verein.
Die wörtliche Bedeutung „jemanden anziehen“ ist heute sehr selten und wirkt veraltet oder literarisch. Im Alltag wird sie nicht mehr verwendet.
In historischen Romanen werden die Damen oft von Zofen bekleidet.
„belegen“ und „bekleiden“ können beide ausdrücken, dass jemand oder etwas einen Platz oder eine Position hat. Der Unterschied liegt im Kontext. „belegen“ benutzt man bei Plätzen, Kursen, Zimmern oder auch bei einem Rang in einer Liste oder einem Wettbewerb. „bekleiden“ passt zu einem offiziellen Amt oder einer hohen Position und klingt formell. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit „einen Platz haben“ zu tun haben. Praktisch gilt: Einen Kurs oder Rang belegt man, ein Amt bekleidet man.

Frau Becker bekleidet seit drei Jahren ein wichtiges Amt in der Stadtverwaltung.
Im Wettbewerb belegte unsere Mannschaft den zweiten Platz.