sich besinnen auf
Sich an etwas Vergangenes oder Vergessenes erinnern; etwas wieder ins Gedächtnis rufen.
Ich musste mich einen Moment besinnen, woher ich diesen Mann kannte.

Loading your saved state.
Sich an etwas Vergangenes oder Vergessenes erinnern; etwas wieder ins Gedächtnis rufen.
Ich musste mich einen Moment besinnen, woher ich diesen Mann kannte.

„Besinnen“ wird immer reflexiv gebraucht, also mit „sich“. Das Reflexivpronomen muss an die Person angepasst werden: ich besinne mich, du besinnst dich, er/sie/es besinnt sich.
Ich muss mich kurz besinnen, bevor ich antworte.
Das Verb enthält den alten Stamm „sinnen“, was „nachdenken“ oder „grübeln“ bedeutet. Die Vorsilbe „be-“ verstärkt oder richtet diese Handlung aus.
Er saß am Fenster und schien sich auf etwas Wichtiges zu besinnen.
In der Bedeutung „sich erinnern“ wird „besinnen“ immer mit der Präposition „auf“ und dem Akkusativ verwendet: sich auf etwas besinnen.
Sie besann sich auf die alten Traditionen ihrer Familie.
Die Redewendung „sich eines Besseren besinnen“ verwendet den Genitiv („eines Besseren“). Dies ist eine feste, nicht veränderbare Struktur, die man als Ganzes lernen sollte.
Zuerst wollte er die Reise absagen, doch dann besann er sich eines Besseren.
„überlegen“ und „sich besinnen“ haben beide mit Nachdenken zu tun. „überlegen“ ist das normale Wort, wenn man eine Entscheidung sucht, etwas prüft oder einen Plan macht. „sich besinnen“ klingt ruhiger und etwas gehobener. Es bedeutet oft, dass man innehält, wieder klar denkt oder eine frühere Absicht noch einmal überdenkt. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide zu einer neuen Entscheidung führen können. Im Alltag ist „überlegen“ meistens natürlicher; „sich besinnen“ passt eher, wenn jemand zur Vernunft kommt oder seine Haltung bewusst ändert.

Ich habe mich in der Pause eines Besseren besonnen und das Training nicht abgebrochen.
Am Wochenende überlegen wir, wohin wir mit den Kindern fahren können.