merken
Etwas wahrnehmen, bemerken oder feststellen; sich einer Sache bewusst werden.
Ich habe erst zu spät gemerkt, dass ich meinen Schlüssel vergessen habe.

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Etwas wahrnehmen, bemerken oder feststellen; sich einer Sache bewusst werden.
Ich habe erst zu spät gemerkt, dass ich meinen Schlüssel vergessen habe.

Dieses Verb ändert seine Bedeutung, je nachdem, ob es reflexiv ist oder nicht. „Etwas merken“ bedeutet, etwas wahrzunehmen. „Sich etwas merken“ bedeutet, sich etwas einzuprägen oder im Gedächtnis zu behalten.
Ich merke, dass es kälter wird.
Die Struktur für „sich etwas einprägen“ ist immer: `sich (Dativ) + etwas (Akkusativ) + merken`. Die Person, die sich etwas merkt, steht im Dativ und die Information im Akkusativ.
Merk dir bitte meine neue Adresse.
In der Bedeutung „wahrnehmen“ wird „merken“ sehr oft mit einem Nebensatz verwendet, der mit „dass“ beginnt. Diese Konstruktion drückt aus, dass man eine Situation oder einen Fakt realisiert.
Er hat gar nicht gemerkt, dass alle Leute ihn ansahen.
Der Ausdruck „sich etwas anmerken lassen“ ist eine feste Wendung. Meistens wird sie verneint („sich nichts anmerken lassen“), um auszudrücken, dass jemand seine Gefühle erfolgreich verbirgt.
Sie war sehr aufgeregt, aber sie hat sich nichts anmerken lassen.
„zeigen“ und „merken“ berühren sich, wenn Gefühle oder Gedanken durch Verhalten sichtbar werden. „zeigen“ beschreibt eher aktiv oder neutral, dass man ein Gefühl erkennen lässt: Ein Gesicht zeigt Freude, jemand zeigt Ärger. Bei „sich etwas anmerken lassen“ geht es darum, ob andere etwas an einer Person erkennen können. Diese Form wird oft verneint: Man lässt sich nichts anmerken. „zeigen“ passt also direkter für das sichtbare Gefühl, „sich anmerken lassen“ betont, ob man dieses Gefühl nach außen verrät.

Die Gäste merken nicht, dass Lisa wegen der Rede nervös ist.
Sein Lächeln zeigt, dass er sich über die Nachricht freut.