betteln
Aus Armut oder Not andere Menschen auf der Straße oder an öffentlichen Orten um Geld, Essen oder andere Almosen bitten.
In vielen Großstädten sieht man Menschen, die auf der Straße betteln.

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Aus Armut oder Not andere Menschen auf der Straße oder an öffentlichen Orten um Geld, Essen oder andere Almosen bitten.
In vielen Großstädten sieht man Menschen, die auf der Straße betteln.

Die Präposition „um“ verändert die Bedeutung. Ohne Präposition oder mit „um Geld“ bedeutet „betteln“ meist, aus Armut um Almosen zu bitten. Die feste Verbindung „betteln um“ bedeutet, jemanden inständig um etwas anzuflehen.
Der Obdachlose bettelte in der Fußgängerzone um Geld.
Die Wendung „um etwas betteln“ ist emotional viel stärker als „um etwas bitten“. Sie drückt eine große Dringlichkeit oder Verzweiflung aus und impliziert, dass man sich in einer unterlegenen Position befindet.
Er musste förmlich um eine zweite Chance betteln.
Wenn man jemanden anfleht, bettelt man oft „um Hilfe“, „um Aufmerksamkeit“, „um Verzeihung“ oder „um eine Antwort“.
Nach dem Streit hat sie um Verzeihung gebettelt.
„bitten“ und „betteln“ bedeuten beide, dass man etwas von jemandem möchte. „bitten“ ist neutral oder höflich und passt in sehr viele Situationen. „betteln“ ist viel stärker. Es kann bedeuten, dass jemand aus Not auf der Straße um Geld oder Essen bittet. Es kann auch bedeuten, dass jemand sehr dringend und eindringlich um etwas fleht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft mit „um“ stehen. Aber „betteln“ klingt viel emotionaler oder zeigt eine Notlage. Für normale höfliche Wünsche ist „bitten“ fast immer natürlicher.

Vor dem Bahnhof bettelt ein Mann um etwas Geld.
Am Morgen bitten wir den Trainer um einen neuen Termin.