
blühen
Der Prozess, bei dem eine Pflanze Blüten hervorbringt.
Im Frühling blühen die Kirschbäume in den schönsten Farben.
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Der Prozess, bei dem eine Pflanze Blüten hervorbringt.
Im Frühling blühen die Kirschbäume in den schönsten Farben.

Sich prächtig entwickeln, florieren oder gedeihen. Wird oft im übertragenen Sinne für Geschäfte, die Fantasie oder das Leben verwendet.
Seit der neuen Geschäftsführerin blüht das Geschäft regelrecht auf.

Eine meist unangenehme Konsequenz oder ein unerwünschtes Ereignis, das jemanden in der Zukunft erwartet.
Wenn du deine Hausaufgaben nicht machst, blüht dir am Wochenende Hausarrest.
Die übertragene Bedeutung „florieren“ erkennst du am Kontext. Wenn das Subjekt keine Pflanze ist, sondern etwas Abstraktes wie „das Geschäft“, „die Kunst“ oder „die Fantasie“, ist diese metaphorische Bedeutung gemeint.
Im Mittelalter blühte der Handel zwischen den Städten.
Das trennbare Verb „aufblühen“ wird ebenfalls oft in dieser übertragenen Bedeutung verwendet. Es betont oft den Beginn oder den Prozess des Gedeihens.
Nach dem Umzug in die neue Stadt ist sie richtig aufgeblüht.
Diese Bedeutung hat eine feste grammatische Struktur: Das unangenehme Ereignis steht im Nominativ als Subjekt, während die Person, die es betrifft, im Dativ steht. Die Struktur ist: Etwas (Nom.) blüht jemandem (Dat.).
Wenn du jetzt nicht gehst, blüht dir eine Menge Ärger.
Obwohl „blühen“ positiv klingt, wird diese Konstruktion immer für etwas Unangenehmes verwendet, das jemanden erwartet. Es ist oft eine Warnung oder eine ironische Feststellung.
Wer ohne Ticket fährt, dem blüht eine hohe Geldstrafe.
Beide Verben können eine bevorstehende Folge für eine Person nennen. „Erwarten“ bleibt dabei sachlich und hat die Folge meist als Akkusativobjekt, während „jemandem blühen“ eine meist unangenehme Aussicht mit Dativ markiert. Bei einer drohenden Strafe passt oft „blühen“ besser.

Dem Angeklagten blüht nach dem Prozess eine hohe Strafe.
Der Angeklagte erwartet nach dem Prozess eine hohe Strafe.