blühen
Der Prozess, bei dem eine Pflanze Blüten hervorbringt.
Im Frühling blühen die Kirschbäume in den schönsten Farben.

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Der Prozess, bei dem eine Pflanze Blüten hervorbringt.
Im Frühling blühen die Kirschbäume in den schönsten Farben.

Die übertragene Bedeutung „florieren“ erkennst du am Kontext. Wenn das Subjekt keine Pflanze ist, sondern etwas Abstraktes wie „das Geschäft“, „die Kunst“ oder „die Fantasie“, ist diese metaphorische Bedeutung gemeint.
Im Mittelalter blühte der Handel zwischen den Städten.
Das trennbare Verb „aufblühen“ wird ebenfalls oft in dieser übertragenen Bedeutung verwendet. Es betont oft den Beginn oder den Prozess des Gedeihens.
Nach dem Umzug in die neue Stadt ist sie richtig aufgeblüht.
Diese Bedeutung hat eine feste grammatische Struktur: Das unangenehme Ereignis steht im Nominativ als Subjekt, während die Person, die es betrifft, im Dativ steht. Die Struktur ist: Etwas (Nom.) blüht jemandem (Dat.).
Wenn du jetzt nicht gehst, blüht dir eine Menge Ärger.
Obwohl „blühen“ positiv klingt, wird diese Konstruktion immer für etwas Unangenehmes verwendet, das jemanden erwartet. Es ist oft eine Warnung oder eine ironische Feststellung.
Wer ohne Ticket fährt, dem blüht eine hohe Geldstrafe.
„drohen“ und „blühen“ können beide ausdrücken, dass jemandem etwas Unangenehmes bevorsteht. Der Unterschied liegt im Gebrauch: „drohen“ klingt allgemeiner und betont die Gefahr oder das mögliche negative Ereignis. „blühen“ benutzt man in der Form „jemandem blüht etwas“ und es klingt oft etwas umgangssprachlicher oder leicht ironisch. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide in Sätzen über zukünftige Folgen stehen können. Als Orientierung: Eine Gefahr droht, aber jemandem blüht eine unangenehme Folge.

Nach dem Fehler blüht dem Team wahrscheinlich ein langes Gespräch mit dem Chef.
Wenn wir den Bericht nicht heute abgeben, droht uns eine Strafe.