erwarten
Annehmen oder damit rechnen, dass etwas in der Zukunft geschehen wird.
Ich erwarte, dass die Lieferung morgen ankommt.

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Annehmen oder damit rechnen, dass etwas in der Zukunft geschehen wird.
Ich erwarte, dass die Lieferung morgen ankommt.

Die Vorsilbe „er-“ ist untrennbar. Sie bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Stamm „warten“ verbunden.
Was erwartest du von diesem Treffen?
Der Kontext zeigt die genaue Bedeutung: Steht „erwarten“ mit einer Person, geht es oft um deren Ankunft. Folgt die Präposition „von“, geht es um eine Forderung. Steht es mit „ein Kind“, bedeutet es „schwanger sein“.
Wir erwarten wichtigen Besuch.
Wenn man annimmt, dass etwas passieren wird, wird „erwarten“ sehr häufig mit einem Nebensatz verwendet, der mit „dass“ eingeleitet wird. Das Verb des Nebensatzes steht dann am Ende.
Ich erwarte, dass du deine Hausaufgaben bis morgen erledigst.
Wenn man eine Leistung oder ein Verhalten von jemandem fordert oder erhofft, wird immer die Präposition „von“ mit Dativ verwendet. Die Struktur ist: etwas von jemandem erwarten.
Der Chef erwartet von seinen Mitarbeitern vollen Einsatz.
Die Formulierung „ein Kind erwarten“ ist eine feste und sehr gebräuchliche Wendung für „schwanger sein“. Sie wird oft als höfliche und neutrale Umschreibung verwendet.
Das Paar erwartet im Sommer Nachwuchs.
„hoffen“ und „erwarten“ können beide auf etwas Zukünftiges zeigen. Der Unterschied liegt in der Haltung dazu. „hoffen“ benutzt man, wenn man sich etwas Positives wünscht, aber nicht sicher weiß, ob es passiert. „erwarten“ bedeutet eher, dass man mit etwas rechnet oder annimmt, dass es passiert. Das kann positiv, neutral oder auch negativ sein. Lernende verwechseln die Wörter oft, weil beide mit der Zukunft zu tun haben. Als Orientierung: Bei einem Wunsch sagt man eher „hoffen“, bei einer Annahme eher „erwarten“.

Am Abend erwartet der Mitarbeiter eine Antwort von seinem Chef.
Die Ärztin hofft, dass die Behandlung schnell hilft.