
entführen
Eine Person gegen ihren Willen an einen anderen Ort bringen, oft um Lösegeld zu fordern. Ein Synonym ist „kidnappen“.
Die Täter haben den Bankdirektor entführt und fordern eine hohe Summe.
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Eine Person gegen ihren Willen an einen anderen Ort bringen, oft um Lösegeld zu fordern. Ein Synonym ist „kidnappen“.
Die Täter haben den Bankdirektor entführt und fordern eine hohe Summe.

Jemanden gedanklich oder emotional in eine andere Welt oder eine andere Stimmung versetzen. Diese Bedeutung ist bildlich und oft positiv gemeint.
Das Buch entführt den Leser in eine Welt voller Magie und Abenteuer.

Ein Fahrzeug, insbesondere ein Flugzeug oder Schiff, gewaltsam in seine Gewalt bringen und die Kontrolle übernehmen.
Terroristen versuchten, das Flugzeug zu entführen.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „ent-“ und dem Verb „führen“. „Ent-“ bedeutet oft „weg“, also heißt „entführen“ wörtlich „wegführen“, meist gegen den Willen der Person.
Die Prinzessin wurde in ein fernes Land entführt.
„Entführen“ ist ein untrennbares Verb, da es mit „ent-“ beginnt. Die Vorsilbe bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verb verbunden.
Die Polizei ermittelt, wer den Jungen entführt hat.
Das Objekt des Verbs verrät die genaue Bedeutung. Entführt man eine Person, ist es Kidnapping. Entführt man ein Fahrzeug (Flugzeug, Schiff), ist es Hijacking. Entführt ein Buch oder Film den Leser, ist es bildlich gemeint.
Die Piraten entführten das große Handelsschiff.
Versetzen und entführen können ein Publikum gedanklich oder emotional in eine andere Welt bringen. Versetzen beschreibt dies neutral als Hineinbringen in eine Stimmung oder Vorstellung, während entführen stärker eine besondere, oft angenehme gedankliche Reise hervorhebt. Für eine neutrale Wirkung passt versetzen, für ein mitreißendes Erlebnis eher entführen.

Der spannende Film entführte das Publikum in eine fremde Welt.
Die ruhige Musik versetzte das Publikum in eine nachdenkliche Stimmung.