entführen
Eine Person gegen ihren Willen an einen anderen Ort bringen, oft um Lösegeld zu fordern. Ein Synonym ist „kidnappen“.
Die Täter haben den Bankdirektor entführt und fordern eine hohe Summe.

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Eine Person gegen ihren Willen an einen anderen Ort bringen, oft um Lösegeld zu fordern. Ein Synonym ist „kidnappen“.
Die Täter haben den Bankdirektor entführt und fordern eine hohe Summe.

Das Verb besteht aus der Vorsilbe „ent-“ und dem Verb „führen“. „Ent-“ bedeutet oft „weg“, also heißt „entführen“ wörtlich „wegführen“, meist gegen den Willen der Person.
Die Prinzessin wurde in ein fernes Land entführt.
„Entführen“ ist ein untrennbares Verb, da es mit „ent-“ beginnt. Die Vorsilbe bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verb verbunden.
Die Polizei ermittelt, wer den Jungen entführt hat.
Das Objekt des Verbs verrät die genaue Bedeutung. Entführt man eine Person, ist es Kidnapping. Entführt man ein Fahrzeug (Flugzeug, Schiff), ist es Hijacking. Entführt ein Buch oder Film den Leser, ist es bildlich gemeint.
Die Piraten entführten das große Handelsschiff.
„mitnehmen“ und „entführen“ können beide bedeuten, dass eine Person an einen anderen Ort gebracht wird. Der wichtigste Unterschied ist der Wille der Person. „mitnehmen“ ist neutral oder freundlich: Jemand kommt mit oder etwas wird transportiert. „entführen“ ist sehr ernst und negativ: Eine Person wird gegen ihren Willen weggebracht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Bewegung zu tun haben. Praktisch gilt: Wenn jemand freiwillig mitkommt, sagt man „mitnehmen“. Wenn Zwang oder ein Verbrechen gemeint ist, sagt man „entführen“.

In dem Krimi entführen die Täter einen reichen Geschäftsmann.
Kannst du mich morgen zum Bahnhof mitnehmen?