
versetzen
Eine Person an einen anderen Arbeitsort oder in eine andere Abteilung schicken.
Meine Kollegin wurde in die Filiale nach München versetzt.
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Eine Person an einen anderen Arbeitsort oder in eine andere Abteilung schicken.
Meine Kollegin wurde in die Filiale nach München versetzt.

Versuchen, die Situation, Gefühle oder Gedanken einer anderen Person nachzuvollziehen; sich in eine Lage hineindenken.
Versetz dich doch mal in meine Lage, dann würdest du mich verstehen.

Jemanden oder etwas in einen bestimmten emotionalen oder physischen Zustand bringen.
Die plötzliche Nachricht versetzte uns alle in helle Aufregung.

Einem Schüler oder einer Schülerin erlauben, in die nächsthöhere Klasse aufzusteigen.
Obwohl seine Noten nicht die besten waren, wurde er doch noch versetzt.

Ein Objekt von einem Ort an einen anderen bewegen oder umstellen.
Wir müssen den Zaun um einen Meter nach hinten versetzen.

Einen Wertgegenstand als Pfand geben, um dafür kurzfristig Geld zu leihen.
In seiner Not musste er die goldene Uhr seiner Großmutter versetzen.
„Versetzen“ ist ein untrennbares Verb, das sich aus der Vorsilbe „ver-“ und dem Verb „setzen“ zusammensetzt. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier oft eine Veränderung des Ortes oder des Zustandes an.
Die Nachricht versetzte ihn in große Sorge.
Im beruflichen Kontext bedeutet „versetzen“, dass ein Mitarbeiter einen neuen Arbeitsort oder eine neue Position bekommt. Die Konstruktion ist oft „jemanden nach/in ... versetzen“.
Der Angestellte wurde von Hamburg nach Berlin versetzt.
Die Wendung „sich in jemanden versetzen“ ist reflexiv und verwendet immer die Präposition „in“ mit dem Akkusativ. Sie bedeutet, sich in die Lage einer anderen Person hineinzudenken.
Ich kann mich gut in deine Situation versetzen.
Um auszudrücken, dass jemand in einen emotionalen Zustand gerät, benutzt man die Struktur „jemanden in“ + Akkusativ + „versetzen“. Typische Zustände sind „in Panik“, „in Erstaunen“ oder „in Aufregung“.
Der laute Knall versetzte alle Anwesenden in Angst und Schrecken.
Diese Bedeutung wird fast nur im schulischen Kontext verwendet. Meistens steht sie im Passiv, um zu sagen, dass ein Schüler in die nächste Klasse kommt.
Am Ende des Schuljahres war unklar, ob er versetzt wird.
In dieser Bedeutung gibt man einen Wertgegenstand als Sicherheit für Geld. Dies geschieht typischerweise in einem Pfandleihhaus.
Um die Miete zu bezahlen, musste er seinen Laptop versetzen.
Bringen und versetzen können beide ausdrücken, dass jemand in einen Zustand gelangt. Bringen ist dabei allgemein, während versetzen besonders bei deutlich ausgelösten emotionalen Reaktionen und in festen Verbindungen wie „in Panik versetzen“ passt. Für eine starke, unmittelbare Reaktion ist versetzen daher oft treffender.

Der plötzliche Alarm versetzt Lena in Panik.
Das lange Warten bringt Lena allmählich in Unruhe.