versetzen
Eine Person an einen anderen Arbeitsort oder in eine andere Abteilung schicken.
Meine Kollegin wurde in die Filiale nach München versetzt.

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Eine Person an einen anderen Arbeitsort oder in eine andere Abteilung schicken.
Meine Kollegin wurde in die Filiale nach München versetzt.

„Versetzen“ ist ein untrennbares Verb, das sich aus der Vorsilbe „ver-“ und dem Verb „setzen“ zusammensetzt. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier oft eine Veränderung des Ortes oder des Zustandes an.
Die Nachricht versetzte ihn in große Sorge.
Im beruflichen Kontext bedeutet „versetzen“, dass ein Mitarbeiter einen neuen Arbeitsort oder eine neue Position bekommt. Die Konstruktion ist oft „jemanden nach/in ... versetzen“.
Der Angestellte wurde von Hamburg nach Berlin versetzt.
Die Wendung „sich in jemanden versetzen“ ist reflexiv und verwendet immer die Präposition „in“ mit dem Akkusativ. Sie bedeutet, sich in die Lage einer anderen Person hineinzudenken.
Ich kann mich gut in deine Situation versetzen.
Um auszudrücken, dass jemand in einen emotionalen Zustand gerät, benutzt man die Struktur „jemanden in“ + Akkusativ + „versetzen“. Typische Zustände sind „in Panik“, „in Erstaunen“ oder „in Aufregung“.
Der laute Knall versetzte alle Anwesenden in Angst und Schrecken.
Diese Bedeutung wird fast nur im schulischen Kontext verwendet. Meistens steht sie im Passiv, um zu sagen, dass ein Schüler in die nächste Klasse kommt.
Am Ende des Schuljahres war unklar, ob er versetzt wird.
In dieser Bedeutung gibt man einen Wertgegenstand als Sicherheit für Geld. Dies geschieht typischerweise in einem Pfandleihhaus.
Um die Miete zu bezahlen, musste er seinen Laptop versetzen.
„bringen“ und „versetzen“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas an einen anderen Ort oder in einen anderen Zustand kommt. „bringen“ ist aber viel allgemeiner und im Alltag sehr häufig: Man bringt ein Kind zur Schule oder bringt jemanden in gute Laune. „versetzen“ klingt genauer und oft etwas formeller. Es passt besonders, wenn etwas an eine andere Stelle gestellt wird oder wenn jemand plötzlich in einen bestimmten Zustand kommt, zum Beispiel in Angst oder Freude. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Veränderung ausdrücken. Als einfache Orientierung gilt: Für normales Transportieren nimmt man meist „bringen“, für ein gezieltes Umstellen oder einen starken Zustandswechsel eher „versetzen“.

Die Nachricht versetzte die ganze Familie in große Sorge.
Kannst du die Unterlagen bitte ins Büro bringen?