
rauben
Jemandem etwas unter Anwendung von Gewalt oder Drohung wegnehmen; einen Raub begehen.
Zwei maskierte Täter haben die Tankstelle geraubt.
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Jemandem etwas unter Anwendung von Gewalt oder Drohung wegnehmen; einen Raub begehen.
Zwei maskierte Täter haben die Tankstelle geraubt.

Im übertragenen Sinne jemandem etwas Immaterielles wegnehmen, wie z.B. den Schlaf, die Hoffnung oder die Nerven.
Die ständige Sorge um ihre Zukunft raubte ihr den Schlaf.

Veraltet oder literarisch für entführen; jemanden gewaltsam an sich bringen.
In der alten Sage wird die schöne Prinzessin von einem Drachen geraubt.
Das Verb „rauben“ ist die Basis für die Nomen „der Raub“ (die Tat) und „der Räuber“ (die Person). Alle Wörter dieser Familie beziehen sich auf das gewaltsame Wegnehmen.
Nach dem Raub fahndete die Polizei nach dem Räuber.
„Rauben“ wird sehr häufig mit zwei Objekten verwendet: Die Person, der etwas weggenommen wird, steht im Dativ, und die Sache, die weggenommen wird, steht im Akkusativ.
Der Dieb raubte dem Touristen die Kamera.
In der übertragenen Bedeutung wird „rauben“ oft mit immateriellen Dingen kombiniert. Feste Wendungen sind „jemandem den Schlaf rauben“, „jemandem den letzten Nerv rauben“ oder „jemandem den Atem rauben“.
Der Lärm von der Baustelle raubt mir den letzten Nerv.
Die Bedeutung „entführen“ ist veraltet und wird heute fast nur noch in Märchen, Sagen oder historischen Romanen verwendet.
In der Legende wird die Königstochter von Piraten geraubt.
Entführen ist heute die neutrale Bezeichnung dafür, eine Person gegen ihren Willen wegzubringen. Rauben kann in derselben Bedeutung stehen, wirkt dabei aber veraltet oder literarisch. In einem heutigen Bericht passt daher entführen, in einer bewusst alten oder erzählerischen Sprache kann rauben passen.

Im alten Roman steht, dass bewaffnete Männer die junge Frau raubten.
Im Polizeibericht steht, dass bewaffnete Männer die junge Frau entführten.