Jemanden höflich, aber formell und nachdrücklich um etwas bitten oder zu etwas auffordern. Dieses Verb wird hauptsächlich in der Amts-, Rechts- und Diplomatensprache verwendet und ist deutlich formeller als „bitten“.
beispiel
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Tipps
Untrennbares Verb
„Ersuchen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ verändert die Bedeutung des Basisverbs „suchen“ (to search) zu „nachdrücklich bitten“ (to request).
BEISPIEL
Die Behörde hat ihn um eine Stellungnahme ersucht.
Register und Stil
Dieses Verb ist sehr formell und wird fast ausschließlich in der Amts-, Rechts- oder Diplomatensprache verwendet. Im Alltag ist es unüblich.
BEISPIEL
Das Gericht ersuchte den Zeugen, seine Aussage zu wiederholen.
Satzbau und Verwendung
Es gibt zwei typische Konstruktionen: Man kann „jemanden um etwas (Akkusativ) ersuchen“ oder „jemanden ersuchen, etwas zu tun“ (mit zu-Infinitiv).
BEISPIEL
Wir ersuchen Sie um die sofortige Rücksendung der Dokumente.
Vergleichen mit
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ersuchen vs bitten
„bitten“ und „ersuchen“ bedeuten beide, dass man höflich möchte, dass jemand etwas tut oder einem etwas gibt. „bitten“ ist das normale Wort im Alltag und passt in fast allen Situationen. „ersuchen“ ist viel formeller und klingt nach Amt, Gericht, Behörde oder offizieller Sprache. In einem Gespräch mit Freunden oder Kollegen klingt „ersuchen“ meist zu steif. Wenn man natürlich sprechen will, nimmt man meistens „bitten“; in offiziellen Schreiben kann „ersuchen“ genauer passen.
ersuchen
Die Behörde ersucht die Zeugen um eine schriftliche Aussage.
bitten
Vor dem Termin bittet er seine Nachbarin um Hilfe.