
die Gewalt
Die Anwendung von physischer Kraft mit der Absicht, jemanden zu verletzen, zu schädigen oder zu zwingen.
Der Täter wurde wegen der Anwendung von Gewalt gegen einen Polizisten verurteilt.
Gewalt
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Die Anwendung von physischer Kraft mit der Absicht, jemanden zu verletzen, zu schädigen oder zu zwingen.
Der Täter wurde wegen der Anwendung von Gewalt gegen einen Polizisten verurteilt.

Die offizielle Macht oder Autorität, die ein Staat oder eine seiner Institutionen besitzt. Oft im Plural als „Gewalten“ in „Gewaltenteilung“.
In einer Demokratie wird die Staatsgewalt in Legislative, Exekutive und Judikative geteilt.

Eine sehr große, oft zerstörerische und unkontrollierbare Kraft, insbesondere von Naturphänomenen.
Die Gewalt des Hurrikans riss Dächer von den Häusern.

Sich selbst beherrschen; die Kontrolle über die eigenen Gefühle und Reaktionen behalten.
Obwohl er extrem wütend war, hatte er sich noch in der Gewalt und schrie nicht.
„Gewalt“ ist mit dem alten Verb „walten“ (herrschen, Macht ausüben) und dem Adjektiv „gewaltig“ (riesig, mächtig) verwandt. Diese Verbindung zur Idee von Macht und Stärke hilft, die verschiedenen Bedeutungen zu verstehen.
Die gewaltige Kraft des Wassers zerstörte die Brücke.
Im Zusammenhang mit physischer Kraft sind feste Verbindungen sehr häufig. Dazu gehören „Gewalt anwenden“, „mit Gewalt drohen“, „Gewalt ausüben“ oder „Opfer von Gewalt werden“.
Der Einbrecher hat keine Gewalt angewendet.
Um das Ziel oder Opfer der Gewalt zu nennen, wird fast immer die Präposition „gegen“ mit Akkusativ verwendet.
Die Demonstration richtete sich gegen die Gewalt im Land.
Die Bedeutung „Staatsmacht“ erkennt man am Kontext von Politik und Recht. Ein klares Signal ist die Pluralform „die Gewalten“, die fast ausschließlich in diesem Zusammenhang vorkommt, wie bei der „Gewaltenteilung“.
Die Polizei ist Teil der exekutiven Gewalt.
Wenn „Gewalt“ eine Naturkraft beschreibt, steht es immer im Zusammenhang mit Naturphänomenen. Man spricht zum Beispiel von „der Gewalt des Sturmes“, „der Gewalt der Wellen“ oder „der Gewalt eines Erdbebens“.
Die Segler unterschätzten die Gewalt des Sturmes.
Die Bedeutung „Selbstbeherrschung“ kommt nur in der festen, reflexiven Wendung „sich in der Gewalt haben“ vor. Die Person, die sich kontrolliert, ist dabei das Subjekt des Satzes.
Atme tief durch und versuche, dich in der Gewalt zu haben.
Beide Wörter können die starke Wirkung eines Naturereignisses bezeichnen. Kraft beschreibt zunächst neutral die wirkende Energie, während Gewalt besonders die überwältigende, zerstörerische und schwer kontrollierbare Wirkung betont. Verwende Kraft für die physische Wirkung allgemein und Gewalt, wenn das Naturereignis bedrohlich oder zerstörerisch erscheint.

Die Gewalt des Sturms riss mehrere Bäume aus dem Boden.
Die Kraft des Windes drückte die Äste gegen das Fenster.