großziehen
Ein Kind oder ein junges Tier aufziehen, es also versorgen, erziehen und betreuen, bis es erwachsen und selbstständig ist.
Sie hat ihre beiden Söhne nach dem Tod ihres Mannes alleine großgezogen.

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Ein Kind oder ein junges Tier aufziehen, es also versorgen, erziehen und betreuen, bis es erwachsen und selbstständig ist.
Sie hat ihre beiden Söhne nach dem Tod ihres Mannes alleine großgezogen.

„Großziehen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „groß“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Meine Großmutter zog fünf Kinder groß.
Das Verb verbindet „groß“ und „ziehen“. Die bildliche Vorstellung ist, dass man jemanden oder etwas so lange „zieht“ (also betreut und pflegt), bis die Person oder die Pflanze „groß“ ist.
Er hat den verletzten Vogel gefunden und ihn gesund gepflegt und großgezogen.
Welche Bedeutung gemeint ist, erkennen Sie am Objekt: Bezieht es sich auf Menschen oder Tiere, geht es um Aufzucht und Erziehung. Bezieht es sich auf Pflanzen, geht es um Kultivierung.
Die Löwin zieht ihre Jungen in der Savanne groß.
In Bezug auf Menschen wird „großziehen“ oft mit Adverbien wie „alleine“, „liebevoll“ oder unter „schwierigen Bedingungen“ kombiniert.
Sie hat ihre Enkelin nach dem Tod der Eltern großgezogen.
„ziehen“ und „großziehen“ sehen ähnlich aus, bedeuten aber in den typischen Fällen nicht dasselbe. „ziehen“ meint eine körperliche Bewegung: Man bewegt etwas mit Kraft zu sich oder hinter sich her. „großziehen“ meint einen langen Prozess: Man versorgt und erzieht ein Kind oder ein junges Tier, bis es selbstständig ist. Bei Pflanzen bedeutet es, dass man sie pflegt, bis sie wachsen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „großziehen“ das Wort „ziehen“ enthält. Man kann aber ein Kind nicht einfach „ziehen“, wenn man „erziehen und betreuen“ meint.

Meine Nachbarin hat drei Kinder allein großgezogen.
Im Garten zieht Anna den Schlauch vorsichtig über den Weg.