ziehen
Etwas durch Krafteinwirkung auf sich zu oder hinter sich her bewegen.
Das Kind zieht sein Spielzeugauto an einer Schnur hinter sich her.

Loading your saved state.
Etwas durch Krafteinwirkung auf sich zu oder hinter sich her bewegen.
Das Kind zieht sein Spielzeugauto an einer Schnur hinter sich her.

Wenn „ziehen“ eine Bewegung von einem Ort zum anderen beschreibt (z.B. umziehen, Vögel ziehen), wird das Perfekt mit „sein“ gebildet. In den meisten anderen Bedeutungen (z.B. etwas ziehen, eine Karte ziehen) wird „haben“ verwendet.
Meine Nachbarn sind letzten Monat nach Berlin gezogen.
Wenn man an einem Teil von etwas zieht, verwendet man die Präposition „an“ mit Dativ. Typische Beispiele sind an einem Seil, an einem Griff oder an der Tür ziehen.
Du musst kräftig an dem Seil ziehen, um das Tor zu öffnen.
Wenn man über einen Umzug spricht, wird das Ziel mit Präpositionen wie „in“ (+ Akkusativ), „nach“ (bei Städten/Ländern ohne Artikel) oder „aufs“ (für „auf das Land“) angegeben.
Sie möchte nächstes Jahr in eine größere Wohnung ziehen.
In der Bedeutung „etwas zufällig auswählen“ wird „ziehen“ oft mit Objekten wie „eine Karte“, „ein Los“ oder „eine Nummer“ kombiniert.
Jeder Teilnehmer darf eine Nummer aus dem Hut ziehen.
Wenn ein Getränk wie Tee sein Aroma entfaltet, wird „ziehen“ ohne Objekt verwendet. Das Getränk selbst ist das Subjekt des Satzes.
Der Tee muss fünf Minuten ziehen, bevor du ihn trinkst.
Wenn man etwas auf einer Oberfläche zeichnet, wird „ziehen“ oft mit Objekten wie „eine Linie“, „einen Strich“, „einen Kreis“ oder „eine Grenze“ verwendet.
Er zog mit einem Bleistift eine gerade Linie.
Die reflexive Form „sich ziehen“ oder „sich hinziehen“ bedeutet, dass etwas sehr lange dauert. Es wird oft für Prozesse, Verhandlungen oder Bauarbeiten verwendet.
Die Besprechung zog sich bis in den späten Abend.
Die Wendung „einen Schluss ziehen“ bedeutet, eine logische Folgerung zu machen. Man kann auch andere abstrakte Nomen verwenden, z.B. „eine Konsequenz ziehen“ oder „eine Lehre ziehen“.
Aus diesem Fehler müssen wir eine Lehre für die Zukunft ziehen.
Die Redewendung „in Betracht ziehen“ ist eine feste Kombination und bedeutet „überlegen“ oder „erwägen“. Das Nomen „Betracht“ wird hier fast nur in dieser Wendung gebraucht.
Ich werde Ihr Angebot ernsthaft in Betracht ziehen.
„nehmen“ und „ziehen“ können beide bedeuten, dass man etwas aus einer Menge bekommt oder herausholt. „nehmen“ ist allgemeiner: Man greift etwas oder wählt etwas aus. „ziehen“ benutzt man besonders, wenn die Auswahl zufällig ist, zum Beispiel bei Karten, Losen oder Nummern. Die Wörter können verwechselt werden, weil in beiden Fällen am Ende jemand etwas in der Hand hat. Wenn man bewusst auswählt, passt meist „nehmen“. Wenn der Zufall entscheidet, klingt „ziehen“ natürlicher.

Vor dem Spiel zieht jedes Kind eine Karte aus dem Stapel.
Beim Frühstück nehme ich heute das Brot mit Käse.