hinterfragen
Etwas nicht einfach als gegeben hinnehmen, sondern die Hintergründe, Motive oder die Berechtigung kritisch prüfen und infrage stellen.
Ein guter Journalist muss die Aussagen von Politikern immer kritisch hinterfragen.

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Etwas nicht einfach als gegeben hinnehmen, sondern die Hintergründe, Motive oder die Berechtigung kritisch prüfen und infrage stellen.
Ein guter Journalist muss die Aussagen von Politikern immer kritisch hinterfragen.

„Hinterfragen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „hinter-“ bleibt in allen Konjugationsformen und Satztypen fest mit dem Verb verbunden. Das Partizip II wird ohne „ge-“ gebildet: „hinterfragt“.
Sie hat die Entscheidung ihres Chefs hinterfragt.
Das Verb „hinterfragen“ ist transitiv und benötigt immer ein direktes Objekt im Akkusativ. Man hinterfragt immer „etwas“.
Wir sollten unsere eigenen Gewohnheiten öfter hinterfragen.
„Hinterfragen“ hat einen eher intellektuellen oder analytischen Charakter. Es bedeutet mehr als nur „fragen“, sondern impliziert eine tiefe, kritische Prüfung der Gründe und Motive.
In der Philosophie lernt man, alles zu hinterfragen.
Oft werden abstrakte Konzepte hinterfragt. Typische Objekte sind zum Beispiel „eine Entscheidung“, „eine Regel“, „eine Norm“, „ein System“ oder „Motive“.
Manchmal ist es notwendig, bestehende Regeln zu hinterfragen.
„prüfen“ und „hinterfragen“ bedeuten beide, dass man etwas nicht einfach ungeprüft übernimmt. „prüfen“ ist neutral: Man kontrolliert etwas oder denkt eine Möglichkeit sorgfältig durch. „hinterfragen“ ist kritischer. Man fragt nach den Gründen, Motiven oder nach der Berechtigung von etwas. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit genauem Nachdenken zu tun haben. „prüfen“ passt, wenn man Sicherheit oder Richtigkeit feststellen will. „hinterfragen“ passt, wenn man Zweifel hat oder etwas kritisch sehen möchte.

Tom hinterfragt die Entscheidung, weil niemand die Gründe erklärt hat.
Vor dem Termin prüft sie noch einmal alle Unterlagen.