hinüber
Drückt eine Bewegung auf die andere Seite von etwas aus, weg vom Sprecher.
Kommst du kurz zu mir hinüber?

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Drückt eine Bewegung auf die andere Seite von etwas aus, weg vom Sprecher.
Kommst du kurz zu mir hinüber?

Das Adverb „hinüber“ besteht aus „hin“ und „über“. Die Vorsilbe „hin“ beschreibt eine Bewegung weg vom Sprecher, während „über“ eine Bewegung über eine Grenze oder auf die andere Seite anzeigt.
Siehst du den Kiosk dort? Ich gehe mal kurz hinüber und kaufe eine Zeitung.
Die wörtliche Bedeutung (Bewegung) wird fast immer mit einem Verb der Bewegung wie „gehen“, „fahren“ oder „schauen“ verwendet. Die umgangssprachlichen Bedeutungen „kaputt“ oder „tot“ stehen hingegen fast immer mit dem Verb „sein“.
Er schwamm schnell zum anderen Ufer hinüber.
In der Bedeutung „kaputt“ ist „hinüber“ sehr umgangssprachlich. In formellen oder schriftlichen Kontexten würde man andere Ausdrücke verwenden.
Lass das Glas nicht fallen, sonst ist es hinüber!
Die Verwendung von „hinüber“ für „gestorben“ ist ein Euphemismus. Das bedeutet, es ist eine sanftere, indirekte Umschreibung für ein unangenehmes Thema.
Der alte Hund meiner Nachbarin ist letzte Woche ganz friedlich hinüber.
„über“ und „hinüber“ können beide mit einer Bewegung auf die andere Seite zu tun haben. „über“ ist eine Präposition und braucht normalerweise ein Nomen: Man geht über die Straße oder über die Brücke. „hinüber“ ist ein Adverb und nennt die Richtung: auf die andere Seite, meist weg vom Sprecher. Man sagt also „geh hinüber“, wenn klar ist, wohin oder welche andere Seite gemeint ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Bewegung über eine Grenze oder Fläche beschreiben. Wichtig ist: „über“ nennt den Weg oder die Fläche, „hinüber“ nennt die Richtung zur anderen Seite.

Die Nachbarin winkt vom Garten und kommt gleich hinüber.
Nach dem Essen geht Paul über die Straße zur Apotheke.