hocken
In einer Haltung sitzen, bei der die Knie stark gebeugt sind und das Gesäß sich nahe am Boden oder auf den Fersen befindet.
Die Kinder hockten im Kreis auf dem Boden und spielten mit Murmeln.

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In einer Haltung sitzen, bei der die Knie stark gebeugt sind und das Gesäß sich nahe am Boden oder auf den Fersen befindet.
Die Kinder hockten im Kreis auf dem Boden und spielten mit Murmeln.

„Hocken“ ist ein umgangssprachliches Wort. Während die wörtliche Bedeutung (kauern) noch relativ neutral ist, haben die übertragenen Bedeutungen für „sitzen“ oder „wohnen“ oft einen leicht passiven oder negativen Unterton.
Was hockst du den ganzen Tag nur rum? Geh doch mal raus!
In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz wird „hocken“ oft als neutrales, alltägliches Wort für „sitzen“ verwendet, ohne die negative Konnotation, die es in anderen Regionen haben kann.
Komm, hock dich zu uns an den Tisch!
In seiner wörtlichen Bedeutung beschreibt „hocken“ eine spezifische Körperhaltung, bei der man mit stark gebeugten Knien kauert. Oft wird es mit „sich hinhocken“ als Beschreibung der Bewegung in diese Position verwendet.
Der Gärtner hockte im Beet, um Unkraut zu jäten.
Diese umgangssprachliche Bedeutung beschreibt ein langes, oft untätiges oder passives Sitzen. Typische Verbindungen sind „vor dem Fernseher hocken“ oder „in der Kneipe hocken“.
Er hat den ganzen Nachmittag vor dem Computer gehockt.
Wenn „hocken“ für „wohnen“ steht, hat es fast immer einen negativen Beiklang. Es suggeriert, dass jemand passiv ist und sich nicht um eine Veränderung bemüht. Meist folgt eine Ortsangabe mit „bei“ oder „in“.
Sie hockt immer noch in ihrer winzigen Einzimmerwohnung am Stadtrand.
„leben“ und „hocken“ können umgangssprachlich beide bedeuten, dass jemand irgendwo wohnt oder sich dort aufhält. „leben“ ist neutral und normal. „hocken“ ist sehr umgangssprachlich und klingt oft leicht negativ. Es kann so wirken, als ob jemand nur passiv an einem Ort bleibt oder nicht weiterkommt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „hocken“ in manchen Sätzen wie „leben“ verwendet wird. In neutralen Gesprächen sagt man besser „leben“. „hocken“ passt eher in lockerer Sprache, wenn man eine Bewertung mitschwingen lassen will.

Seit Monaten hockt er in seinem alten Zimmer und sucht keine eigene Wohnung.
Sie lebt ab nächstem Monat bei ihrer Schwester in Köln.