sitzen
Sich mit dem Gesäß auf einer Fläche niederlassen oder niedergelassen haben, zum Beispiel auf einem Stuhl oder dem Boden.
Wir saßen gemütlich auf dem Sofa und sahen einen Film.

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Sich mit dem Gesäß auf einer Fläche niederlassen oder niedergelassen haben, zum Beispiel auf einem Stuhl oder dem Boden.
Wir saßen gemütlich auf dem Sofa und sahen einen Film.

„Sitzen“ beschreibt eine Position (Wo? + Dativ). Die dazugehörige Bewegung wird mit dem reflexiven Verb „sich setzen“ ausgedrückt (Wohin? + Akkusativ).
Er sitzt schon auf dem Stuhl.
Das Perfekt von „sitzen“ wird standardsprachlich mit „haben“ gebildet. In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz hört man jedoch auch oft die Form mit „sein“.
Wir haben den ganzen Abend auf der Terrasse gesessen.
Je nach Sitzgelegenheit verwendet man unterschiedliche Präpositionen: Man sitzt „auf“ einem Stuhl, „in“ einem Sessel, aber „an“ einem Tisch.
Die Familie saß gemeinsam am Abendbrottisch.
Wenn „sitzen“ bedeutet, dass Kleidung passt, ist das Kleidungsstück das Subjekt des Satzes. Eine sehr häufige Redewendung hierfür ist „sitzt wie angegossen“.
Die Jacke ist perfekt, sie sitzt wie angegossen.
Die Bedeutung „im Gefängnis sein“ ist umgangssprachlich. Man kann den Grund mit „wegen“ (+ Genitiv) oder die Dauer mit „für“ (+ Akkusativ) angeben.
Er musste für zwei Jahre sitzen.
Die Wendung „sitzen bleiben“ ist ein fester Ausdruck dafür, eine Schulklasse wiederholen zu müssen. Sie wird oft im Passiv verwendet.
Er ist in der achten Klasse sitzen geblieben.
Die Konstruktion „auf etwas sitzen“ (mit Dativ) bedeutet, dass man eine große Menge von etwas hat und es nicht verkaufen kann. Oft wird die Wendung zu „auf etwas sitzen bleiben“ erweitert.
Nach dem warmen Winter blieben die Händler auf ihren dicken Jacken sitzen.
„stehen“ und „sitzen“ beschreiben beide eine Körperhaltung. Sie stehen aber im Gegensatz: Bei „stehen“ ist man auf den Füßen und der Körper ist aufrecht. Bei „sitzen“ ist man mit dem Gesäß auf einem Stuhl, einer Bank oder dem Boden. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft mit Orten vorkommen, zum Beispiel im Bus, im Wartezimmer oder im Büro. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die Haltung des Körpers.

Im Bus sitzt sie neben ihrer Kollegin und liest eine Nachricht.
Am Telefon steht mein Freund am Fenster und spricht leise.