
sitzen
Sich mit dem Gesäß auf einer Fläche niederlassen oder niedergelassen haben, zum Beispiel auf einem Stuhl oder dem Boden.
Wir saßen gemütlich auf dem Sofa und sahen einen Film.
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Sich mit dem Gesäß auf einer Fläche niederlassen oder niedergelassen haben, zum Beispiel auf einem Stuhl oder dem Boden.
Wir saßen gemütlich auf dem Sofa und sahen einen Film.

Gut passen oder die richtige Form haben, meist in Bezug auf Kleidung.
Der neue Anzug sitzt wie angegossen.

Umgangssprachlich für eine Haftstrafe in einem Gefängnis verbüßen.
Er hat drei Jahre wegen Diebstahls gesessen.

Sich an einem bestimmten Ort befinden oder dort fest verankert sein.
Der Fleck sitzt so tief im Teppich, dass ich ihn nicht mehr herausbekomme.

Etwas im Überfluss besitzen und nicht loswerden oder verkaufen können.
Der Händler sitzt nach Weihnachten auf hunderten von unverkauften Kalendern.

Umgangssprachlich für das Wiederholen einer Schulklasse (in der Wendung „sitzen bleiben“).
Wegen seiner schlechten Noten in Mathe musste er in der siebten Klasse sitzen.
„Sitzen“ beschreibt eine Position (Wo? + Dativ). Die dazugehörige Bewegung wird mit dem reflexiven Verb „sich setzen“ ausgedrückt (Wohin? + Akkusativ).
Er sitzt schon auf dem Stuhl.
Das Perfekt von „sitzen“ wird standardsprachlich mit „haben“ gebildet. In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz hört man jedoch auch oft die Form mit „sein“.
Wir haben den ganzen Abend auf der Terrasse gesessen.
Je nach Sitzgelegenheit verwendet man unterschiedliche Präpositionen: Man sitzt „auf“ einem Stuhl, „in“ einem Sessel, aber „an“ einem Tisch.
Die Familie saß gemeinsam am Abendbrottisch.
Wenn „sitzen“ bedeutet, dass Kleidung passt, ist das Kleidungsstück das Subjekt des Satzes. Eine sehr häufige Redewendung hierfür ist „sitzt wie angegossen“.
Die Jacke ist perfekt, sie sitzt wie angegossen.
Die Bedeutung „im Gefängnis sein“ ist umgangssprachlich. Man kann den Grund mit „wegen“ (+ Genitiv) oder die Dauer mit „für“ (+ Akkusativ) angeben.
Er musste für zwei Jahre sitzen.
Die Wendung „sitzen bleiben“ ist ein fester Ausdruck dafür, eine Schulklasse wiederholen zu müssen. Sie wird oft im Passiv verwendet.
Er ist in der achten Klasse sitzen geblieben.
Die Konstruktion „auf etwas sitzen“ (mit Dativ) bedeutet, dass man eine große Menge von etwas hat und es nicht verkaufen kann. Oft wird die Wendung zu „auf etwas sitzen bleiben“ erweitert.
Nach dem warmen Winter blieben die Händler auf ihren dicken Jacken sitzen.
Sich setzen und sitzen beziehen sich beide auf eine sitzende Position, unterscheiden aber den Zeitpunkt. Sich setzen bezeichnet die Veränderung in diese Position, sitzen den Zustand danach oder das Verweilen dort. Wer gerade Platz nimmt, sagt sich setzen; wer bereits auf dem Stuhl ist, sagt sitzen.

Während der Fahrt saß ich auf dem freien Sitz.
Als der Bus kam, setzte ich mich auf den freien Sitz.