klauen
Etwas von geringem Wert oder auf beiläufige Weise stehlen. Das Wort wird umgangssprachlich verwendet.
Jemand hat mir im Café den Schal geklaut.

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Etwas von geringem Wert oder auf beiläufige Weise stehlen. Das Wort wird umgangssprachlich verwendet.
Jemand hat mir im Café den Schal geklaut.

Das Verb „klauen“ ist eng mit dem Nomen „die Klaue“ (Kralle eines Tieres) verwandt. Die umgangssprachliche Bedeutung „stehlen“ leitet sich von der Vorstellung ab, etwas schnell mit den Fingern wie mit Klauen zu greifen.
Der Rabe hat das glänzende Schmuckstück vom Tisch geklaut.
Diese Bedeutung von „klauen“ ist umgangssprachlich. In formellen oder schriftlichen Kontexten, wie einem Polizeibericht, sollte man das neutrale Verb „stehlen“ verwenden.
Wer hat denn die Kekse aus der Dose geklaut?
Wenn man angeben möchte, wem etwas gestohlen wurde, verwendet man die Struktur: „jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) klauen“.
Ein Dieb hat meiner Freundin die Handtasche geklaut.
Die seltenere Bedeutung „kratzen“ oder „greifen“ wird fast ausschließlich für Tiere mit Krallen verwendet. Man erkennt sie am Kontext und oft an der Präposition „nach“.
Der Falke klaute nach seiner Beute.
„stehlen“ und „klauen“ meinen in vielen Situationen fast dasselbe: Jemand nimmt etwas, das ihm nicht gehört. „stehlen“ ist neutraler und passt auch in ernsten, schriftlichen oder offiziellen Situationen. „klauen“ ist umgangssprachlich und klingt oft alltäglicher oder weniger formell. Man sagt es häufig bei kleineren Dingen oder in Gesprächen unter Freunden. Wenn es um Polizei, Nachrichten oder einen ernsten Vorwurf geht, ist „stehlen“ meist passender.

In der Schule klaut niemand gern die Ideen anderer aus der Gruppenarbeit.
Die Polizei sucht den Mann, der gestern mehrere Handys gestohlen hat.