
klemmen
Sich nicht mehr oder nur schwer bewegen lassen; festsitzen oder blockiert sein.
Die Schublade klemmt, ich bekomme sie nicht auf.
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Sich nicht mehr oder nur schwer bewegen lassen; festsitzen oder blockiert sein.
Die Schublade klemmt, ich bekomme sie nicht auf.

Sich einen Körperteil, meist einen Finger, schmerzhaft irgendwo einquetschen.
Achtung, dass du dir nicht die Finger in der Autotür klemmst!

Etwas (fest) an einer Stelle befestigen, indem man es einklemmt oder feststeckt.
Er klemmte den Zettel unter den Scheibenwischer.

Umgangssprachlich für eine schwierige Situation, insbesondere wenn es an Geld oder Ressourcen mangelt.
Diesen Monat klemmt es finanziell ein bisschen.

Umgangssprachlich dafür, sich intensiv und mit viel Engagement für eine Aufgabe oder ein Ziel einzusetzen.
Wenn du die Prüfung schaffen willst, musst du dich jetzt richtig dahinterklemmen.

Umgangssprachlich für stehlen; etwas heimlich an sich nehmen.
Angeblich hat er im Supermarkt eine Tafel Schokolade geklemmt.
In dieser Bedeutung ist das Ding, das nicht funktioniert, das Subjekt des Satzes. Das Verb wird hier intransitiv, also ohne Akkusativobjekt, verwendet.
Der Reißverschluss meiner Jacke klemmt schon wieder.
Wenn man sich einen Körperteil einklemmt, wird eine Dativ-Konstruktion verwendet: Die Person steht im Dativ (mir, dir), der Körperteil im Akkusativ (den Finger). Das zeigt, wem das Missgeschick passiert.
Ich habe mir beim Schließen des Fensters den Finger geklemmt.
In dieser Bedeutung braucht „klemmen“ immer ein Akkusativobjekt (was?) und eine Angabe des Ortes (wohin?). Typische Präpositionen sind „unter“, „hinter“, „zwischen“ oder „an“.
Sie klemmte sich eine Blume ins Haar.
Diese Bedeutung wird meist unpersönlich mit „es“ als Subjekt verwendet und ist umgangssprachlich. Man kann den Bereich, in dem es Probleme gibt, mit „bei“ oder einer adverbialen Bestimmung ergänzen.
Bei uns klemmt es gerade mit dem Geld.
Die Wendung „sich hinter etwas klemmen“ ist umgangssprachlich und eine feste Einheit. Das „etwas“ steht im Akkusativ und bezeichnet die Aufgabe, für die man sich anstrengt.
Er muss sich hinter seine Hausaufgaben klemmen, wenn er fertig werden will.
In der Bedeutung „stehlen“ ist „klemmen“ reine Umgangssprache. Man würde es in einem formellen Kontext oder in der Schriftsprache normalerweise nicht verwenden.
Er hat sich im Laden einen Kaugummi geklemmt.
Klauen und klemmen können umgangssprachlich für heimliches Stehlen stehen. Klauen wird allgemein verstanden. Klemmen ist in dieser Bedeutung regional und kann deshalb außerhalb der entsprechenden Region missverstanden werden.

Bei uns sagt man, jemand habe mir auf dem Fest den Regenschirm geklemmt.
Jemand hat mir auf dem Fest den Regenschirm geklaut.