klemmen
Sich nicht mehr oder nur schwer bewegen lassen; festsitzen oder blockiert sein.
Die Schublade klemmt, ich bekomme sie nicht auf.

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Sich nicht mehr oder nur schwer bewegen lassen; festsitzen oder blockiert sein.
Die Schublade klemmt, ich bekomme sie nicht auf.

In dieser Bedeutung ist das Ding, das nicht funktioniert, das Subjekt des Satzes. Das Verb wird hier intransitiv, also ohne Akkusativobjekt, verwendet.
Der Reißverschluss meiner Jacke klemmt schon wieder.
Wenn man sich einen Körperteil einklemmt, wird eine Dativ-Konstruktion verwendet: Die Person steht im Dativ (mir, dir), der Körperteil im Akkusativ (den Finger). Das zeigt, wem das Missgeschick passiert.
Ich habe mir beim Schließen des Fensters den Finger geklemmt.
In dieser Bedeutung braucht „klemmen“ immer ein Akkusativobjekt (was?) und eine Angabe des Ortes (wohin?). Typische Präpositionen sind „unter“, „hinter“, „zwischen“ oder „an“.
Sie klemmte sich eine Blume ins Haar.
Diese Bedeutung wird meist unpersönlich mit „es“ als Subjekt verwendet und ist umgangssprachlich. Man kann den Bereich, in dem es Probleme gibt, mit „bei“ oder einer adverbialen Bestimmung ergänzen.
Bei uns klemmt es gerade mit dem Geld.
Die Wendung „sich hinter etwas klemmen“ ist umgangssprachlich und eine feste Einheit. Das „etwas“ steht im Akkusativ und bezeichnet die Aufgabe, für die man sich anstrengt.
Er muss sich hinter seine Hausaufgaben klemmen, wenn er fertig werden will.
In der Bedeutung „stehlen“ ist „klemmen“ reine Umgangssprache. Man würde es in einem formellen Kontext oder in der Schriftsprache normalerweise nicht verwenden.
Er hat sich im Laden einen Kaugummi geklemmt.
„stehlen“ und „klemmen“ können in einer umgangssprachlichen Bedeutung dasselbe meinen: jemand nimmt etwas heimlich an sich, das ihm nicht gehört. „stehlen“ ist neutraler und in fast allen Situationen passend, auch in offiziellen oder ernsten Texten. „klemmen“ in dieser Bedeutung ist umgangssprachlich und klingt lockerer, manchmal auch etwas frech. Wichtig ist: „klemmen“ hat viele andere Bedeutungen, zum Beispiel wenn eine Tür feststeckt. Wenn es um einen echten Diebstahl geht und man klar sein will, ist „stehlen“ die sichere Wahl.

In der Schule hat jemand meinen Stift geklemmt.
Warum stiehlst du Geld aus der gemeinsamen Kasse?