
langen
In ausreichender Menge vorhanden sein; genügen.
Langen die Getränke für alle Gäste auf der Party?
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In ausreichender Menge vorhanden sein; genügen.
Langen die Getränke für alle Gäste auf der Party?

Die Hand oder den Arm nach etwas ausstrecken, um es zu ergreifen oder zu berühren.
Er langte über den Tisch, um sich das Salz zu nehmen.

Umgangssprachlich für jemanden schlagen oder einen Hieb versetzen.
Wenn du mich noch einmal provozierst, lange ich dir eine!
Das Verb „langen“ ist mit dem Adjektiv „lang“ verwandt. Die Grundidee ist, eine Distanz zu überbrücken – sei es mit dem Arm, um etwas zu erreichen, oder im übertragenen Sinn, damit etwas ausreicht.
Kannst du mir bitte die Butter langen? Ich komme nicht dran.
In der Bedeutung „ausreichen“ oder „genügen“ wird „langen“ oft mit dem Subjekt „es“ verwendet oder die Sache, die ausreicht, ist das Subjekt. Es braucht kein Objekt.
Wir haben nur noch zwei Flaschen Wasser. Das langt nicht für alle.
In der Bedeutung „greifen“ steht „langen“ fast immer mit einer Präposition, die die Richtung angibt. Die häufigste Kombination ist „nach“ + Dativ.
Sie langte in ihre Tasche und holte den Schlüssel heraus.
Die Bedeutung „schlagen“ ist sehr umgangssprachlich und wird als Drohung verwendet. Die Struktur ist fest: Die Person, die geschlagen wird, steht im Dativ.
Der Vater drohte dem frechen Jungen: „Wenn du das nochmal machst, lange ich dir eine!“
Reichen und langen können beide bedeuten, dass eine Menge genügt. Reichen ist im Standarddeutsch neutral und überall passend. Langen ist dagegen regional oder umgangssprachlich und passt deshalb eher zu einem lockeren Gespräch.

Hundert Euro langen doch für die Reparatur, sagte mein Nachbar.
Laut Kostenplan reichen hundert Euro für die Reparatur.