
reichen
Jemandem etwas mit der Hand geben, oft über eine kurze Distanz.
Könntest du mir bitte das Salz reichen?
Loading your saved state.

Jemandem etwas mit der Hand geben, oft über eine kurze Distanz.
Könntest du mir bitte das Salz reichen?

Genug sein; in ausreichender Menge oder Qualität vorhanden sein.
Das Geld wird nicht für den ganzen Urlaub reichen.

Sich bis zu einem bestimmten Punkt oder Bereich erstrecken.
Das Seil muss bis zum Boden reichen.

Eine umgangssprachliche Wendung, um auszudrücken, dass man genug von etwas hat und es beendet werden soll.
So, jetzt reicht es aber mit dem Lärm!
Die Satzstruktur hilft, die Bedeutungen zu unterscheiden. Eine Dativ-Person deutet auf „geben“, die Präposition „für“ auf „genug sein“ und „bis“ auf „sich erstrecken“.
Reich mir bitte den Zucker.
In der Bedeutung „geben“ steht die Person, die etwas empfängt, immer im Dativ. Der Gegenstand, der gegeben wird, steht im Akkusativ.
Der Kellner reichte uns die Speisekarte.
Um auszudrücken, wofür etwas ausreicht, wird die Präposition „für“ gefolgt vom Akkusativ verwendet. Das Verb kann aber auch ohne Ergänzung stehen.
Meine Energie reicht heute nicht mehr für Sport.
Um die Ausdehnung oder Reichweite von etwas zu beschreiben, wird „reichen“ oft mit der Präposition „bis“ oder der Kombination „von ... bis“ verwendet.
Der Wald reicht bis an den Fluss.
Der Ausdruck „Es reicht!“ ist ein emotionaler Ausruf, der Ungeduld oder Ärger ausdrückt. Er bedeutet so viel wie „Hör auf!“ oder „Ich habe genug!“.
Ruhe jetzt, es reicht! Ich möchte schlafen.
Geben und reichen können beide bedeuten, dass jemand einem anderen einen Gegenstand übergibt. Geben betont allgemein die Übergabe oder den Besitzwechsel, reichen dagegen stärker das Hinstrecken über eine kurze Distanz. Verwende geben für die allgemeine Handlung und reichen, wenn die Bewegung zum anderen wichtig ist.

Ich reiche meiner Schwester den Schlüssel über den Tisch.
Ich gebe meiner Schwester den Schlüssel für die Wohnung.