leer
Nicht mit etwas gefüllt; ohne Inhalt.
Das Glas ist leer, könntest du mir bitte noch etwas Wasser einschenken?

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Nicht mit etwas gefüllt; ohne Inhalt.
Das Glas ist leer, könntest du mir bitte noch etwas Wasser einschenken?

Das Adjektiv „leer“ gehört zu einer Wortfamilie. Das dazugehörige Nomen ist „die Leere“ und das Verb ist „leeren“ (etwas leer machen).
Er blickte in die Leere.
In der Bedeutung „ohne Inhalt“ wird „leer“ oft für Behälter, Räume oder Orte verwendet. Typische Kombinationen sind „eine leere Flasche“, „ein leeres Zimmer“ oder „leere Straßen“.
Am Sonntagmorgen sind die Straßen in der Innenstadt oft wie leer gefegt.
Wenn „leer“ einen ausdruckslosen Gesichtsausdruck beschreibt, steht es fast immer mit Wörtern wie „Blick“, „Augen“ oder „Gesicht“ zusammen.
Sie gab mir nur einen leeren Blick und sagte nichts.
In der Umgangssprache wird statt „leer“ oft das Wort „alle“ verwendet, wenn es um Akkus oder Batterien geht. Beide Formulierungen sind korrekt und üblich.
Mein Akku ist schon wieder alle, ich muss das Handy laden.
Um ein Gefühl der inneren Leere auszudrücken, wird „leer“ oft mit dem reflexiven Verb „sich fühlen“ kombiniert. Die Konstruktion lautet „sich leer fühlen“.
Nach dem Ende des Projekts fühlte er sich plötzlich ganz leer.
„all“ und „leer“ können beide bedeuten, dass nichts mehr da ist. „leer“ ist das normale Wort, wenn ein Behälter keinen Inhalt hat oder ein Akku keine Ladung mehr hat. „all“ benutzt man umgangssprachlich für Dinge, die aufgebraucht sind, zum Beispiel Milch, Brot oder Geld. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide in Alltagssituationen passen können. „Die Flasche ist leer“ beschreibt den Zustand. „Die Milch ist alle“ sagt eher: Sie ist verbraucht, wir haben keine mehr.

Heute ist der Akku meines Handys leer, deshalb kann ich nicht anrufen.
Ist der Kaffee schon alle, oder kann ich noch eine Tasse nehmen?