frei
Nicht besetzt, belegt oder reserviert; verfügbar.
Entschuldigung, ist dieser Stuhl noch frei?

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Entschuldigung, ist dieser Stuhl noch frei?

Zur Wortfamilie von „frei“ gehören „die Freiheit“ (freedom), das Verb „befreien“ (to free/liberate) und das Nomen „der Freiraum“ (freier Platz oder persönliche Freiheit).
Die Gefangenen wurden nach vielen Jahren befreit.
Das Wort „frei“ wird oft als Endung in zusammengesetzten Adjektiven verwendet und bedeutet dann „ohne“. Beispiele sind „zuckerfrei“, „alkoholfrei“ oder „fehlerfrei“.
Ich trinke am liebsten alkoholfreies Bier.
Diese beiden Ausdrücke werden oft verwechselt. Ein Platz oder ein Termin „ist frei“ (verfügbar). Eine Person „hat frei“ (muss nicht arbeiten).
Der Platz neben mir ist noch frei.
Die Wendung „frei haben“ bezieht sich immer auf eine Pause von regelmäßigen Verpflichtungen wie Arbeit oder Schule. Das Subjekt ist immer eine Person.
Die Schüler haben nächste Woche wegen eines Feiertags frei.
In der Bedeutung „kostenlos“ findet man „frei“ oft auf Schildern, in Anzeigen oder bei offiziellen Angeboten. Eine typische Formulierung ist „Eintritt frei“.
Die Lieferung ist ab einem Bestellwert von 50 Euro frei.
Die Konstruktion „frei von“ + Nomen im Dativ bedeutet, dass etwas nicht vorhanden ist. Sie wird oft für Inhaltsstoffe oder abstrakte Dinge wie Sorgen verwendet.
Das Produkt ist frei von künstlichen Farbstoffen.
Der Ausdruck „im Freien“ ist eine feste Wendung und bedeutet „draußen“ oder „an der frischen Luft“. „Freien“ ist hier ein nominalisiertes Adjektiv im Dativ.
Lass uns heute Abend im Freien essen.
Die Kombination „frei erfunden“ ist eine feste Wendung. Sie beschreibt eine Geschichte oder Behauptung, die komplett ausgedacht und nicht wahr ist.
Die ganze Geschichte von seinem Lottogewinn war nur frei erfunden.
„los“ und „frei“ können beide bedeuten, dass etwas nicht mehr bindet oder belastet. „Los“ benutzt man oft in festen Ausdrücken wie „etwas los sein“ oder „etwas loswerden“. Dabei geht es darum, dass man ein Problem, eine Sorge oder auch eine Sache nicht mehr hat. „Frei“ beschreibt eher einen Zustand: Man ist nicht gefangen, nicht eingeschränkt oder von etwas unbelastet. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide Erleichterung ausdrücken können. Man sagt zum Beispiel „Ich bin die Schmerzen los“, aber „Ich bin frei von Schmerzen“ klingt formeller und beschreibt den Zustand.

Nach der Prüfung fühlte sich Anna frei und machte einen langen Spaziergang.
Nach dem Arztbesuch war ich die starken Schmerzen endlich los.