Etwas in seinem Ausmaß, seiner Intensität, seinem Wert oder seiner Wirkung verringern, reduzieren oder abschwächen. Kann auch reflexiv verwendet werden („sich mindern“), um auszudrücken, dass etwas von selbst weniger wird.
beispiel
Regelmäßige Wartung kann das Risiko von teuren Reparaturen erheblich mindern.
Tipps
Falscher Freund
„Mindern“ klingt wie das englische Verb „to mind“, hat aber eine völlig andere Bedeutung. „Mindern“ bedeutet „verringern“ oder „reduzieren“, während „to mind“ auf Deutsch „etwas dagegen haben“ oder „aufpassen“ heißt.
BEISPIEL
Die neuen Maßnahmen sollen die Umweltverschmutzung mindern.
Register und Stil
„Mindern“ ist ein Wort der gehobenen oder formellen Sprache. Man findet es häufig in schriftlichen Texten, Berichten oder offiziellen Reden.
BEISPIEL
Der Skandal minderte das Ansehen des Politikers erheblich.
Transitiv oder reflexiv
Das Verb kann transitiv (jemand mindert etwas) oder reflexiv (etwas mindert sich) verwendet werden. Reflexiv bedeutet, dass etwas von selbst weniger wird.
BEISPIEL
Gute Dämmung mindert die Heizkosten.
Typische Verbindungen
„Mindern“ wird oft mit abstrakten Nomen kombiniert. Typische Beispiele sind: „das Risiko mindern“, „den Wert mindern“, „die Qualität mindern“ oder „den Schmerz mindern“.
BEISPIEL
Nichts konnte ihre Freude über das Wiedersehen mindern.
Vergleichen mit
antonym
mindern vs erhöhen
„erhöhen“ und „mindern“ stehen in einem klaren Gegensatz. „Erhöhen“ macht etwas größer, stärker oder höher. „Mindern“ macht etwas geringer, schwächer oder weniger wirksam. Beide Wörter passen oft zu abstrakten Dingen wie Risiko, Schaden, Wert, Druck oder Wirkung. „Mindern“ klingt etwas formeller als „verringern“ oder „weniger machen“, ist aber in vielen Sachtexten ganz normal.
mindern
Eine gute Vorbereitung mindert die Angst vor der Prüfung.
erhöhen
Mehr Bewegung kann die Konzentration im Unterricht erhöhen.