
mustern
Jemanden oder etwas prüfend, genau und oft kritisch von oben bis unten ansehen, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
Der Türsteher musterte jeden Gast misstrauisch, bevor er ihn einließ.
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Jemanden oder etwas prüfend, genau und oft kritisch von oben bis unten ansehen, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
Der Türsteher musterte jeden Gast misstrauisch, bevor er ihn einließ.

Eine Person, insbesondere einen Wehrpflichtigen, ärztlich auf die Tauglichkeit für den Militärdienst untersuchen.
Er wurde letztes Jahr gemustert und für tauglich befunden.

Etwas, meist einen Stoff oder eine Oberfläche, mit einem wiederkehrenden Muster oder einer Verzierung versehen. Diese Bedeutung ist seltener als das Adjektiv „gemustert“.
Der Töpfer musterte die Vase mit feinen, wellenförmigen Linien.
Das Verb „mustern“ ist eng mit dem Nomen „das Muster“ (pattern, sample) verwandt. Alle Bedeutungen basieren auf der Idee eines Vergleichs mit einem Standard: Man prüft, ob jemand einem „Muster“ (Erwartung) entspricht oder versieht etwas mit einem Muster.
Sie musterte das Bild an der Wand, um zu sehen, ob es gerade hing.
In der Bedeutung „prüfend ansehen“ wird „mustern“ oft mit Adverbien kombiniert, die eine kritische oder neugierige Haltung ausdrücken. Typisch sind „jemanden kritisch mustern“, „skeptisch mustern“ oder „von Kopf bis Fuß mustern“.
Die Katze musterte den Besucher misstrauisch vom Sofa aus.
Die Bedeutung „ärztlich untersuchen“ wird fast ausschließlich im militärischen Kontext verwendet, wenn es um die Prüfung der Tauglichkeit für den Wehrdienst geht.
Er wurde mit 18 Jahren gemustert, musste aber keinen Wehrdienst leisten.
In der Bedeutung „mit einem Muster versehen“ ist das Verb selbst selten. Viel häufiger wird das Partizip II als Adjektiv verwendet: „gemustert“. Man spricht zum Beispiel von einem „gemusterten Hemd“ oder „gemustertem Papier“.
Sie trug ein elegant gemustertes Tuch um den Hals.
„Ansehen“ und „mustern“ bedeuten beide, den Blick auf eine Person zu richten. „Ansehen“ beschreibt meist einen neutralen Blick, während „mustern“ ein genaues, prüfendes und oft kritisches Betrachten nahelegt. Verwende „mustern“, wenn die Person sich bewusst einen prüfenden Eindruck verschafft.

Die neue Kollegin musterte den Besucher von oben bis unten.
Die neue Kollegin sah den Besucher freundlich an.