verzieren
Etwas mit Ornamenten oder Dekorationen schmücken, um es schöner oder festlicher aussehen zu lassen.
Die Kinder verzierten die Plätzchen mit bunten Streuseln.

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Etwas mit Ornamenten oder Dekorationen schmücken, um es schöner oder festlicher aussehen zu lassen.
Die Kinder verzierten die Plätzchen mit bunten Streuseln.

„Verzieren“ ist ein untrennbares Verb, da es mit der Vorsilbe „ver-“ beginnt. Die Vorsilbe bleibt in allen Konjugationsformen und Satzstellungen fest mit dem Verbstamm „zieren“ verbunden.
Sie verziert den Kuchen für die Geburtstagsfeier.
Wenn man sagen möchte, womit etwas dekoriert wird, benutzt man die Präposition „mit“ gefolgt vom Dativ. Das Muster lautet: jemand verziert etwas (Akkusativ) mit etwas (Dativ).
Er hat den Brief mit einer kleinen Zeichnung verziert.
Die reflexive Form „sich verzieren“ ist umgangssprachlich und bedeutet „sich davonmachen“ oder „verschwinden“. Sie wird oft leicht ironisch oder scherzhaft verwendet und ist nicht Teil der Standardsprache.
Als er die Polizei sah, hat er sich schnell verziert.
Die beiden Bedeutungen lassen sich leicht unterscheiden: Die Standardbedeutung „schmücken“ wird mit einem Akkusativobjekt verwendet. Die umgangssprachliche Bedeutung „weggehen“ ist immer reflexiv, also mit „sich“.
Sie verziert das Geschenk mit einer Schleife.
„verschwinden“ und „sich verzieren“ können beide mit Weggehen zu tun haben. „verschwinden“ ist normal und kann neutral sein, wenn jemand nicht mehr zu sehen ist. Als Aufforderung klingt es aber oft unhöflich. „sich verzieren“ in der Bedeutung „weggehen“ ist veraltet oder scherzhaft und klingt heute ungewöhnlich. In normalen Gesprächen benutzt man fast immer „verschwinden“ oder einfach „gehen“. „sich verzieren“ passt höchstens, wenn man absichtlich altmodisch oder witzig klingen will.

Nach dem letzten Lied hat sich der Musiker schnell verziert.
Nach dem Streit verschwand Paul, ohne sich zu verabschieden.