
jemanden (einer Sache/um etwas) berauben
Jemandem gewaltsam oder durch Drohung sein Eigentum wegnehmen.
Die maskierten Täter beraubten die Bank um eine große Summe Bargeld.
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Jemandem gewaltsam oder durch Drohung sein Eigentum wegnehmen.
Die maskierten Täter beraubten die Bank um eine große Summe Bargeld.

Jemandem etwas Abstraktes oder Immaterielles wegnehmen, zum Beispiel eine Hoffnung, eine Illusion oder eine Möglichkeit.
Die schlechte Nachricht hat ihn seiner letzten Hoffnung beraubt.
„Berauben“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „be-“. Das Präfix bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Stammverb „rauben“ verbunden.
Er wurde auf offener Straße beraubt.
Das Verb „berauben“ wird klassisch mit zwei Objekten verwendet: die Person im Akkusativ und die Sache, die weggenommen wird, im Genitiv. Dieses Muster lautet: jemanden (Akkusativ) einer Sache (Genitiv) berauben.
Der Skandal hat den Politiker seines guten Rufs beraubt.
Besonders wenn es um konkretes Eigentum wie Geld geht, wird der Genitiv oft durch die Präposition „um“ mit Akkusativ ersetzt. Diese Variante ist in der Umgangssprache sehr verbreitet.
Die Diebe beraubten ihn um seine gesamten Ersparnisse.
In der übertragenen Bedeutung wird der Genitiv bevorzugt. Typische Wendungen sind jemanden „seiner Hoffnung berauben“, „seiner Illusionen berauben“ oder „einer Chance berauben“.
Die Verletzung hat den Sportler der Möglichkeit beraubt, an der Meisterschaft teilzunehmen.
Nehmen und berauben können beide ausdrücken, dass jemand eine Hoffnung verliert. Nehmen steht dabei neutral mit einer Person im Dativ; berauben wirkt gehobener und nachdrücklicher und verbindet die Person mit der verlorenen Sache im Genitiv.

Die Nachricht beraubte ihn jeder Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr.
Die Nachricht nahm ihm jede Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr.