
ruhen
Sich ausruhen, nicht aktiv sein, um sich zu erholen.
Nach der langen Wanderung müssen wir erst einmal ruhen.
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Sich ausruhen, nicht aktiv sein, um sich zu erholen.
Nach der langen Wanderung müssen wir erst einmal ruhen.

Sich in einem Zustand der Stille oder des Stillstands befinden; vorübergehend nicht stattfinden oder fortgesetzt werden.
Wegen der Feiertage ruht die Arbeit auf der Baustelle.

Auf einer Unterlage liegen oder von etwas getragen werden. Kann auch im übertragenen Sinne für eine Last oder Verantwortung verwendet werden.
Alle Augen ruhten auf dem Redner.

Eine Angelegenheit oder einen Streit nicht weiterverfolgen und auf sich beruhen lassen.
Lass uns das Thema für heute einfach ruhen lassen.

Euphemistisch für "begraben sein"; der Ort der letzten Ruhestätte.
Auf diesem Friedhof ruhen viele berühmte Persönlichkeiten.
„Ruhen“ ist das Verb zum Nomen „die Ruhe“. Wenn etwas ruht, ist es in einem Zustand der Ruhe. Diese Verbindung hilft, die verschiedenen Bedeutungen des Verbs zu verstehen.
Am Sonntag möchte ich nur meine Ruhe haben und auf dem Sofa ruhen.
Obwohl „ruhen“ einen Zustand beschreibt, bildet es das Perfekt mit dem Hilfsverb „haben“, nicht mit „sein“. Die korrekte Form lautet also „hat geruht“.
Der Patient hat nach der Operation lange geruht.
Wenn eine Aktivität vorübergehend eingestellt wird, wird „ruhen“ oft mit abstrakten Nomen wie „die Arbeit“, „der Verkehr“ oder „die Bauarbeiten“ kombiniert.
Wegen des Streiks ruht der gesamte Bahnverkehr.
Wenn etwas auf einer Unterlage liegt oder von etwas getragen wird, verwendet man „ruhen auf“ mit dem Dativ. Dies gilt sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne für Verantwortung oder Erwartungen.
Sein Blick ruhte nachdenklich auf dem alten Foto.
Die feste Wendung „etwas ruhen lassen“ bedeutet, eine Angelegenheit oder einen Streit bewusst nicht weiter zu verfolgen. Das Thema, das man beendet, steht dabei im Akkusativ.
Wir kommen hier nicht weiter. Lassen wir das Thema für heute ruhen.
Im Zusammenhang mit dem Tod ist „ruhen“ ein sehr formeller und respektvoller Ausdruck für „begraben sein“. Man findet ihn oft auf Grabsteinen, z. B. in der Form „Hier ruht ...“.
Auf diesem Friedhof ruht ein berühmter Dichter.
Liegen auf nennt neutral die Position eines Gegenstands auf einer Unterlage. Ruhen auf kann dieselbe Lage beschreiben, hebt aber stilistisch stärker hervor, dass der Gegenstand unbewegt liegt oder von der Unterlage getragen wird. Im Alltag ist liegen meist die neutrale Wahl.

Das schwere Buch ruht unbewegt auf dem Tisch.
Das schwere Buch liegt auf dem Tisch.