schieben
Etwas durch Drücken auf einer Oberfläche von einem Ort zum anderen bewegen, ohne es anzuheben.
Hilf mir mal, den Schrank an die andere Wand zu schieben.

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Etwas durch Drücken auf einer Oberfläche von einem Ort zum anderen bewegen, ohne es anzuheben.
Hilf mir mal, den Schrank an die andere Wand zu schieben.

In seiner Grundbedeutung wird „schieben“ oft mit einer Präposition kombiniert, die eine Richtung angibt. Typische Beispiele sind „etwas zur Seite schieben“, „etwas an die Wand schieben“ oder „etwas unter das Bett schieben“.
Kannst du bitte den Stuhl ein Stück nach rechts schieben?
Die Redewendung „die Schuld auf jemanden schieben“ ist sehr gebräuchlich. Sie bedeutet, einer anderen Person die Verantwortung für etwas Negatives zu geben. Die Präposition „auf“ verlangt hier den Akkusativ.
Es ist unfair, die ganze Schuld nur auf eine Person zu schieben.
Die Wendung „etwas vor sich her schieben“ bedeutet, eine Aufgabe zu prokrastinieren. Das Reflexivpronomen „sich“ ist hier ein fester Bestandteil der Konstruktion.
Hör auf, deine Hausaufgaben vor dir her zu schieben und fang endlich an!
Das reflexive Verb „sich schieben“ beschreibt die langsame, drängende Bewegung einer großen Menschenmenge oder einer Fahrzeugkolonne. Das Subjekt ist hier immer eine Masse.
Der Verkehr schob sich nur langsam über die Brücke.
Die Wendung „Dienst schieben“ ist eine umgangssprachliche Formulierung für „arbeiten“ oder „im Dienst sein“. Sie wird oft von Leuten im Schichtdienst wie Polizisten, Ärzten oder Fabrikarbeitern verwendet.
Mein Vater muss am Wochenende wieder Dienst schieben.
Ausdrücke wie „Panik schieben“ oder „Frust schieben“ sind moderne, sehr umgangssprachliche Formulierungen. Sie bedeuten, dass jemand plötzlich Panik oder Frust bekommt.
Als ich mein Handy nicht finden konnte, habe ich kurz Panik geschoben.
„arbeiten“ und „Dienst schieben“ können beide bedeuten, dass jemand im Beruf oder im Dienst ist. „arbeiten“ ist das normale, neutrale Wort und passt in fast jeder Situation. „Dienst schieben“ ist umgangssprachlich und wird besonders bei Schichten, Bereitschaft oder langen Diensten benutzt. Lernende können „schieben“ hier verwechseln, weil das Verb normalerweise eine Bewegung bedeutet. In der festen Wendung „Dienst schieben“ geht es aber nicht um Drücken, sondern um Arbeit im Dienst. Im Alltag und in offiziellen Situationen ist „arbeiten“ sicherer.

Emma schiebt heute Nachtdienst, deshalb kommt sie nicht zum Treffen.
Nach dem Unterricht arbeitet er noch zwei Stunden in der Bibliothek.