
schieben
Etwas durch Drücken auf einer Oberfläche von einem Ort zum anderen bewegen, ohne es anzuheben.
Hilf mir mal, den Schrank an die andere Wand zu schieben.
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Etwas durch Drücken auf einer Oberfläche von einem Ort zum anderen bewegen, ohne es anzuheben.
Hilf mir mal, den Schrank an die andere Wand zu schieben.

Jemand anderem die Verantwortung für einen eigenen Fehler oder ein Problem geben.
Anstatt den Fehler zuzugeben, hat er die Schuld auf seine Assistentin geschoben.

Eine unangenehme oder notwendige Aufgabe immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Ich schiebe meine Steuererklärung schon seit Wochen vor mir her.

Sich langsam und oft mühsam als Teil einer dichten Masse fortbewegen.
Eine riesige Menschenmenge schob sich durch die engen Gassen der Altstadt.

Umgangssprachlich für arbeiten oder im Dienst sein, besonders bei Schichtarbeit oder Bereitschaftsdiensten.
Ich kann heute Abend nicht kommen, ich muss Dienst schieben.

Umgangssprachlich für ein starkes negatives Gefühl wie Panik, Frust oder Hass empfinden.
Als er merkte, dass er seinen Pass verloren hatte, fing er an, Panik zu schieben.
In seiner Grundbedeutung wird „schieben“ oft mit einer Präposition kombiniert, die eine Richtung angibt. Typische Beispiele sind „etwas zur Seite schieben“, „etwas an die Wand schieben“ oder „etwas unter das Bett schieben“.
Kannst du bitte den Stuhl ein Stück nach rechts schieben?
Die Redewendung „die Schuld auf jemanden schieben“ ist sehr gebräuchlich. Sie bedeutet, einer anderen Person die Verantwortung für etwas Negatives zu geben. Die Präposition „auf“ verlangt hier den Akkusativ.
Es ist unfair, die ganze Schuld nur auf eine Person zu schieben.
Die Wendung „etwas vor sich her schieben“ bedeutet, eine Aufgabe zu prokrastinieren. Das Reflexivpronomen „sich“ ist hier ein fester Bestandteil der Konstruktion.
Hör auf, deine Hausaufgaben vor dir her zu schieben und fang endlich an!
Das reflexive Verb „sich schieben“ beschreibt die langsame, drängende Bewegung einer großen Menschenmenge oder einer Fahrzeugkolonne. Das Subjekt ist hier immer eine Masse.
Der Verkehr schob sich nur langsam über die Brücke.
Die Wendung „Dienst schieben“ ist eine umgangssprachliche Formulierung für „arbeiten“ oder „im Dienst sein“. Sie wird oft von Leuten im Schichtdienst wie Polizisten, Ärzten oder Fabrikarbeitern verwendet.
Mein Vater muss am Wochenende wieder Dienst schieben.
Ausdrücke wie „Panik schieben“ oder „Frust schieben“ sind moderne, sehr umgangssprachliche Formulierungen. Sie bedeuten, dass jemand plötzlich Panik oder Frust bekommt.
Als ich mein Handy nicht finden konnte, habe ich kurz Panik geschoben.
Mit „jemandem die Schuld geben“ wird eine Person direkt für einen Fehler verantwortlich gemacht. „Die Schuld auf jemanden schieben“ betont stärker, dass die Verantwortung auf eine andere Person verlagert wird, besonders für einen eigenen Fehler. Dabei verlangt geben den Dativ, schieben dagegen „auf“ mit Akkusativ.

Nach seinem eigenen Fehler schob Paul die Schuld auf seine Kollegin.
Nach dem Fehler gab Paul seiner Kollegin die Schuld.