geben
Jemandem etwas in die Hand oder in den Besitz überreichen.
Kannst du mir bitte das Salz geben?

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Jemandem etwas in die Hand oder in den Besitz überreichen.
Kannst du mir bitte das Salz geben?

Das Verb „geben“ verwendet typischerweise zwei Objekte: Die Person, die etwas empfängt, steht im Dativ, und die Sache, die übergeben wird, steht im Akkusativ. Das Muster ist: Jemand (Nominativ) gibt jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ).
Ich gebe meiner Schwester (Dativ) ein Buch (Akkusativ).
„Geben“ ist das Basisverb für viele wichtige trennbare Verben im Deutschen. Dazu gehören zum Beispiel „aufgeben“, „ausgeben“, „zurückgeben“ oder „angeben“, die alle eine abgeleitete Bedeutung haben.
Bitte vergiss nicht, mir mein Buch zurückzugeben.
Die Wendung „es gibt“ drückt die Existenz von etwas aus. Das Objekt, das existiert, steht dabei immer im Akkusativ, niemals im Nominativ.
Gibt es hier in der Nähe einen Supermarkt?
Sie erkennen die Wendung „es gibt“ daran, dass „es“ als festes, unpersönliches Subjekt am Satzanfang oder nach dem Verb steht. Die Bedeutung ist dann immer „existieren“ oder „vorhanden sein“.
Es gibt keinen Grund zur Sorge.
Für abstrakte Dinge wird „geben“ oft in festen Kollokationen verwendet. Häufige Beispiele sind „einen Rat geben“, „eine Antwort geben“, „Bescheid geben“ oder „sich Mühe geben“.
Kannst du mir bitte Bescheid geben, wenn du fertig bist?
In der Bedeutung „veranstalten“ wird „geben“ meist mit gesellschaftlichen Ereignissen kombiniert. Typisch sind „eine Party geben“, „ein Fest geben“ oder „ein Essen geben“.
Zu ihrem runden Geburtstag hat sie ein großes Fest gegeben.
Die reflexive Form „sich geben“ bedeutet „nachlassen“ oder „sich beruhigen“. Das Subjekt ist dabei oft ein unkontrollierbares Ereignis wie Wetter, ein Schmerz oder ein starkes Gefühl.
Der Sturm hat sich über Nacht gegeben.
Die Wendung „sich geben als“ bedeutet „vortäuschen, jemand zu sein“. Die Struktur ist immer reflexiv und wird von der Präposition „als“ gefolgt.
Der Betrüger gab sich als Polizist aus.
„geben“ und „tun“ können sich beide darauf beziehen, dass etwas an einen Ort oder zu einer Person kommt. „geben“ benutzt man, wenn jemand einer anderen Person etwas überreicht oder in ihren Besitz bringt. „tun“ kann umgangssprachlich bedeuten, dass man etwas irgendwohin legt oder stellt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil man in manchen Situationen mit beiden über eine Bewegung von Dingen spricht. Praktisch gilt: Zu einer Person sagt man meist „geben“, zu einem Ort in der Alltagssprache oft „tun“, zum Beispiel „in die Tasche tun“.

Ich gebe dem Lehrer das Formular, bevor der Unterricht beginnt.
Morgen tue ich den Brief in den Briefkasten auf dem Weg zur Arbeit.