
geben
Jemandem etwas in die Hand oder in den Besitz überreichen.
Kannst du mir bitte das Salz geben?
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Jemandem etwas in die Hand oder in den Besitz überreichen.
Kannst du mir bitte das Salz geben?

Eine feste Wendung, die die Existenz von etwas oder jemandem ausdrückt. Entspricht dem englischen „there is“ oder „there are“.
In dieser Stadt gibt es viele interessante Museen.

Jemandem etwas als Geschenk überreichen oder etwas spenden.
Meine Oma hat mir zum Geburtstag 50 Euro gegeben.

Etwas Abstraktes zur Verfügung stellen oder gewähren, zum Beispiel eine Information, einen Rat oder eine Möglichkeit.
Der Lehrer hat uns den Tipp gegeben, das Kapitel noch einmal zu lesen.

Eine Veranstaltung wie eine Feier oder ein Konzert organisieren und ausrichten.
Nächstes Wochenende geben wir eine große Party.

Als Ergebnis von etwas resultieren oder hervorgehen, besonders in der Mathematik.
Fünf plus sieben gibt zwölf.

Nachlassen, aufhören oder sich beruhigen. Bezieht sich oft auf Naturphänomene oder starke Gefühle.
Der Regen wird sich bald geben und die Sonne kommt wieder raus.

Vortäuschen, jemand oder etwas Bestimmtes zu sein; sich verstellen.
Er gibt sich als großer Kenner aus, hat aber in Wahrheit keine Ahnung.
Das Verb „geben“ verwendet typischerweise zwei Objekte: Die Person, die etwas empfängt, steht im Dativ, und die Sache, die übergeben wird, steht im Akkusativ. Das Muster ist: Jemand (Nominativ) gibt jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ).
Ich gebe meiner Schwester (Dativ) ein Buch (Akkusativ).
„Geben“ ist das Basisverb für viele wichtige trennbare Verben im Deutschen. Dazu gehören zum Beispiel „aufgeben“, „ausgeben“, „zurückgeben“ oder „angeben“, die alle eine abgeleitete Bedeutung haben.
Bitte vergiss nicht, mir mein Buch zurückzugeben.
Die Wendung „es gibt“ drückt die Existenz von etwas aus. Das Objekt, das existiert, steht dabei immer im Akkusativ, niemals im Nominativ.
Gibt es hier in der Nähe einen Supermarkt?
Sie erkennen die Wendung „es gibt“ daran, dass „es“ als festes, unpersönliches Subjekt am Satzanfang oder nach dem Verb steht. Die Bedeutung ist dann immer „existieren“ oder „vorhanden sein“.
Es gibt keinen Grund zur Sorge.
Für abstrakte Dinge wird „geben“ oft in festen Kollokationen verwendet. Häufige Beispiele sind „einen Rat geben“, „eine Antwort geben“, „Bescheid geben“ oder „sich Mühe geben“.
Kannst du mir bitte Bescheid geben, wenn du fertig bist?
In der Bedeutung „veranstalten“ wird „geben“ meist mit gesellschaftlichen Ereignissen kombiniert. Typisch sind „eine Party geben“, „ein Fest geben“ oder „ein Essen geben“.
Zu ihrem runden Geburtstag hat sie ein großes Fest gegeben.
Die reflexive Form „sich geben“ bedeutet „nachlassen“ oder „sich beruhigen“. Das Subjekt ist dabei oft ein unkontrollierbares Ereignis wie Wetter, ein Schmerz oder ein starkes Gefühl.
Der Sturm hat sich über Nacht gegeben.
Die Wendung „sich geben als“ bedeutet „vortäuschen, jemand zu sein“. Die Struktur ist immer reflexiv und wird von der Präposition „als“ gefolgt.
Der Betrüger gab sich als Polizist aus.
Geben und reichen können beide bedeuten, dass jemand einem anderen einen Gegenstand übergibt. Geben betont allgemein die Übergabe oder den Besitzwechsel, reichen dagegen stärker das Hinstrecken über eine kurze Distanz. Verwende geben für die allgemeine Handlung und reichen, wenn die Bewegung zum anderen wichtig ist.

Ich gebe meiner Schwester den Schlüssel für die Wohnung.
Ich reiche meiner Schwester den Schlüssel über den Tisch.