schimpfen
Seinen Ärger oder seine Unzufriedenheit über jemanden oder etwas laut und wütend äußern; jemanden tadeln.
Der Nachbar schimpft jeden Morgen über die laute Müllabfuhr.

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Seinen Ärger oder seine Unzufriedenheit über jemanden oder etwas laut und wütend äußern; jemanden tadeln.
Der Nachbar schimpft jeden Morgen über die laute Müllabfuhr.

Das Reflexivpronomen „sich“ verändert die Bedeutung komplett. Ohne „sich“ bedeutet „schimpfen“ wütend sein oder jemanden tadeln. Mit „sich“ bedeutet es, dass etwas einen Namen trägt, den es nicht verdient.
Er schimpft, weil der Zug schon wieder Verspätung hat.
Die Präposition zeigt, worauf sich der Ärger bezieht. Man schimpft „über“ etwas (Akkusativ), „mit“ jemandem (Dativ) oder „auf“ jemanden/etwas (Akkusativ).
Sie schimpfte über das schlechte Wetter.
Die reflexive Form „sich schimpfen“ ist immer ironisch oder abwertend. Man drückt damit aus, dass eine Bezeichnung übertrieben oder unpassend ist.
Der kalte Kaffee schimpft sich „Heißgetränk“.
„kotzen“ und „schimpfen“ können beide mit starkem Ärger zu tun haben. „Schimpfen“ bedeutet, dass jemand seinen Ärger laut äußert oder jemanden tadelt. Es beschreibt also vor allem das Sprechen. „Kotzen“ beschreibt in Wendungen wie „Das kotzt mich an“ eher das starke Gefühl von Ekel, Wut oder Frust. Bei „sich auskotzen“ spricht jemand seinen Frust heftig heraus, oft ohne sich zurückzuhalten. „Schimpfen“ kann gegen eine Person gerichtet sein, „kotzen“ klingt stärker und derber und zeigt mehr, wie unerträglich jemand etwas findet.

Heute schimpft der Verkäufer über die kaputte Kasse.
Es kotzt sie an, dass der Termin schon wieder verschoben wird.