
schimpfen
Seinen Ärger oder seine Unzufriedenheit über jemanden oder etwas laut und wütend äußern; jemanden tadeln.
Der Nachbar schimpft jeden Morgen über die laute Müllabfuhr.
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Seinen Ärger oder seine Unzufriedenheit über jemanden oder etwas laut und wütend äußern; jemanden tadeln.
Der Nachbar schimpft jeden Morgen über die laute Müllabfuhr.

Sich (oft ironisch oder abwertend) mit einem bestimmten Namen oder einer Berufsbezeichnung benennen.
Dieses Etablissement schimpft sich Restaurant, ist aber eigentlich nur eine Imbissbude.
Das Reflexivpronomen „sich“ verändert die Bedeutung komplett. Ohne „sich“ bedeutet „schimpfen“ wütend sein oder jemanden tadeln. Mit „sich“ bedeutet es, dass etwas einen Namen trägt, den es nicht verdient.
Er schimpft, weil der Zug schon wieder Verspätung hat.
Die Präposition zeigt, worauf sich der Ärger bezieht. Man schimpft „über“ etwas (Akkusativ), „mit“ jemandem (Dativ) oder „auf“ jemanden/etwas (Akkusativ).
Sie schimpfte über das schlechte Wetter.
Die reflexive Form „sich schimpfen“ ist immer ironisch oder abwertend. Man drückt damit aus, dass eine Bezeichnung übertrieben oder unpassend ist.
Der kalte Kaffee schimpft sich „Heißgetränk“.
Heißen nennt einen Namen neutral. Sich schimpfen kann ebenfalls ausdrücken, dass jemand oder etwas einen Namen oder eine Bezeichnung trägt, wirkt dabei aber oft ironisch oder abwertend. Es passt besonders, wenn die Bezeichnung als unverdient oder übertrieben erscheint.

Diese einfache Bar schimpft sich Königspalast.
Die neue Bar heißt Königspalast.