Wird in seltenen Fällen und meist in festen Verbindungen adjektivisch gebraucht, um die Zugehörigkeit oder die Eigenschaften eines Staatsbürgers zu beschreiben. Grammatikalisch handelt es sich dabei oft um den ersten Teil eines Kompositums.
beispiel
Die Erfüllung der Meldepflicht ist eine klassische Staatsbürger-Pflicht.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort „Staatsbürger“ ist eigentlich ein Nomen, das sich aus „Staat“ und „Bürger“ zusammensetzt. Es beschreibt eine Person, die die Nationalität eines bestimmten Staates besitzt.
BEISPIEL
Als deutscher Staatsbürger hat er das Recht zu wählen.
Verwendung als Adjektiv
Wenn „Staatsbürger“ wie ein Adjektiv verwendet wird, steht es unverändert vor einem anderen Nomen, um ein Kompositum zu bilden. Es wird nicht wie ein normales Adjektiv dekliniert.
BEISPIEL
Die staatsbürgerlichen Pflichten müssen von allen erfüllt werden.
Register und Stil
Die adjektivische Verwendung von „Staatsbürger“ ist selten und gehört zur formellen Amts- oder Rechtssprache. Im Alltag wird diese Form kaum benutzt.
BEISPIEL
Das Wahlrecht ist ein zentrales Staatsbürger-Recht.
Vergleichen mit
confusable
Staatsbürger vs staatlich
„staatlich“ und „Staatsbürger“ sehen ähnlich aus, weil beide mit „Staat“ beginnen. Sie bedeuten aber nicht dasselbe und werden anders verwendet. „Staatlich“ ist ein Adjektiv und beschreibt etwas, das vom Staat kommt oder zum Staat gehört, zum Beispiel eine staatliche Schule. „Staatsbürger“ bezeichnet eine Person, die zu einem Staat gehört und dort Rechte und Pflichten hat. In festen Verbindungen kann der Wortteil „staatsbürger-“ vorkommen, dann geht es eher um Bürgerrechte oder Bürgerpflichten. Die Verwechslungsgefahr liegt also im ähnlichen Wortanfang. Achte darauf, ob du eine Institution des Staates meinst oder eine Person als Bürger eines Staates.
Staatsbürger
Als Staatsbürger hat er das Recht, an der Wahl teilzunehmen.
staatlich
Im Büro hängt ein Formular für eine staatliche Förderung.