still
Ohne Geräusche; leise oder lautlos.
Sei bitte still, das Baby schläft.

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Ohne Geräusche; leise oder lautlos.
Sei bitte still, das Baby schläft.

„Still“ bedeutet „leise“ oder „unbewegt“. Es ist ein falscher Freund des englischen Wortes „still“, das eine andauernde Handlung beschreibt. Dafür verwendet man im Deutschen das Wort „noch“.
Er arbeitet noch an seinem Projekt.
„Still“ kann als Adjektiv vor einem Nomen stehen oder als Adverb, das ein Verb beschreibt. Als Adverb bleibt es unverändert.
Wir machten einen Spaziergang an einem stillen See.
Ob „still“ „leise“ oder „unbewegt“ bedeutet, hängt vom Kontext ab. „Still sein“ oder „still werden“ bezieht sich meist auf Geräusche, während „still sitzen“, „still stehen“ oder „still halten“ Bewegungslosigkeit beschreibt.
Als die Lehrerin ins Zimmer kam, wurden alle Schüler sofort still.
Die Kombination „stilles Wasser“ ist eine feste Wendung für Wasser ohne Kohlensäure. Sie wird häufig in Restaurants und Cafés verwendet.
Einmal Pommes und ein stilles Wasser, bitte.
In der übertragenen Bedeutung „heimlich“ oder „unbemerkt“ kommt „still“ in festen Ausdrücken vor, z.B. „ein stiller Teilhaber“ (silent partner), „eine stille Beobachterin“ oder „stille Reserven“.
Sie war nur eine stille Beobachterin des Gesprächs und sagte nichts.
„laut“ und „still“ können Gegensätze sein, wenn es um Geräusche geht. „laut“ heißt, dass man etwas stark hört. „still“ heißt, dass keine oder fast keine Geräusche da sind. Lernende können „still“ mit „leise“ oder „ruhig“ verwechseln. „still“ klingt oft stärker: Es meint nicht nur wenig Lautstärke, sondern wirklich Stille. Bei Personen kann „still“ auch bedeuten, dass jemand nichts sagt.

Beim Training sitzt das Kind ganz still auf der Bank.
Bitte sprich nicht so laut, die anderen warten auf dem Amt.