
stumm
Nicht in der Lage zu sprechen oder vorübergehend nicht sprechend, zum Beispiel aufgrund einer Behinderung, eines Schocks oder aus eigenem Willen.
Sie war so überrascht, dass sie nur stumm dastehen konnte.
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Nicht in der Lage zu sprechen oder vorübergehend nicht sprechend, zum Beispiel aufgrund einer Behinderung, eines Schocks oder aus eigenem Willen.
Sie war so überrascht, dass sie nur stumm dastehen konnte.

Auf Gegenstände oder Situationen bezogen: ohne Geräusch, lautlos oder still.
Nach dem Stromausfall blieb der Fernseher stumm.

Bezieht sich auf einen Film, der ohne Tonspur produziert wurde.
Charlie Chaplin war einer der größten Stars der stummen Filmära.

Eine Anschuldigung oder Kritik, die nicht ausgesprochen wird, aber durch Blicke oder Verhalten deutlich wird.
Sein enttäuschter Blick war ein stummer Vorwurf.
Das Adjektiv „stumm“ ist eng mit dem Verb „verstummen“ verwandt. „Verstummen“ beschreibt den Prozess, still zu werden, während „stumm“ den Zustand des Stillseins beschreibt.
Als der Chef den Raum betrat, verstummte das Gespräch sofort.
Bezieht sich „stumm“ auf eine Person, bedeutet es „nicht sprechend“. Bezieht es sich auf einen Gegenstand (z.B. ein Gerät), bedeutet es „lautlos“ oder „kein Geräusch machend“.
Er blieb nach der überraschenden Frage einfach stumm.
Um den Grund für das Schweigen auszudrücken, wird oft die Konstruktion „stumm vor + [Nomen im Dativ]“ verwendet. Typische Beispiele sind „stumm vor Schreck“, „stumm vor Wut“ oder „stumm vor Staunen“.
Das Kind war nach dem lauten Knall stumm vor Schreck.
In der Bedeutung „lautlos“ wird „stumm“ oft für technische Geräte verwendet. Eine sehr häufige Handlung ist, „das Telefon stumm zu schalten“.
Könntest du bitte dein Handy stumm schalten? Der Film beginnt gleich.
Im Kontext von Filmen ohne Ton wird meist die feste Kombination „der Stummfilm“ verwendet. Das Adjektiv „stumm“ wird hier zu einem Teil des Nomens.
Stummfilme wurden oft von einem Klavierspieler im Kino live begleitet.
„Ein stummer Vorwurf“ ist eine feste Redewendung. Sie beschreibt eine Kritik, die nicht mit Worten, sondern nur durch einen Blick oder eine Geste ausgedrückt wird.
Der unaufgeräumte Zustand der Küche war ein stummer Vorwurf an alle Mitbewohner.
Still beschreibt allgemein, dass wenig oder nichts zu hören ist. Stumm richtet den Blick dagegen auf eine Person oder Gruppe, die nicht spricht oder nicht antwortet. Für allgemeine Ruhe passt still, für das gezielte Ausbleiben einer Stimme oder Reaktion stumm.

Auf die anschließende Frage blieb der ganze Saal stumm.
Während der Ansprache war es im ganzen Saal still.