tönen
Einen Ton, Klang oder ein Geräusch von sich geben oder hervorbringen. Es beschreibt das reine Erklingen von etwas.
Aus dem Nebenzimmer tönte leise Musik.

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Einen Ton, Klang oder ein Geräusch von sich geben oder hervorbringen. Es beschreibt das reine Erklingen von etwas.
Aus dem Nebenzimmer tönte leise Musik.

Das Verb „tönen“ ist eng mit dem Nomen „der Ton“ verwandt. Diese Verbindung hilft, die Bedeutungen „ein Geräusch machen“ und „große Töne von sich geben“ (prahlen) zu verstehen.
Die Glocken der Kirche tönen jeden Sonntag.
Die drei Bedeutungen lassen sich gut am Kontext unterscheiden: Geht es um ein Geräusch, Haare oder eine prahlerische Aussage? Ein Satz über Musik, Haarpflege oder eine Person, die angibt, macht die Bedeutung klar.
Aus der Ferne tönte ein Horn.
In der Bedeutung „Haare färben“ wird „tönen“ reflexiv mit Dativ verwendet: „sich die Haare tönen“. Die Person ist das Subjekt und das Reflexivpronomen steht im Dativ.
Sie hat sich die Haare für die Party blond getönt.
Wenn eine Person „tönt“, bedeutet das, dass sie etwas auf eine angeberische oder überhebliche Weise sagt. Das Wort hat hier eine klar negative Färbung.
Er tönte, dass er die Prüfung sicher bestehen würde.
„klingen“ und „tönen“ können beide bedeuten, dass etwas einen Ton oder Klang von sich gibt. „klingen“ ist im Alltag viel üblicher und passt für Musik, Stimmen, Geräusche oder auch den Eindruck einer Aussage. „tönen“ beschreibt stärker das reine Erklingen eines Tons und wirkt oft etwas schriftlicher oder besonderer. In normalen Gesprächen sagt man meistens „klingen“. „tönen“ passt eher, wenn ein Klang deutlich aus einer Richtung kommt oder wenn man einen besonderen Ton beschreiben will.

Aus dem alten Radio tönt leise Musik.
Im Konzertsaal klingt das Klavier besonders klar.