die Tortur
Eine sehr schmerzhafte, qualvolle oder langwierige und anstrengende Erfahrung, die jemand durchmachen muss. Es kann sich auf körperliche oder seelische Qualen beziehen.
Die stundenlange Befragung war eine einzige Tortur für den Zeugen.

Tortur
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Eine sehr schmerzhafte, qualvolle oder langwierige und anstrengende Erfahrung, die jemand durchmachen muss. Es kann sich auf körperliche oder seelische Qualen beziehen.
Die stundenlange Befragung war eine einzige Tortur für den Zeugen.

Die historische Bedeutung „Folter“ ist meist durch den Kontext klar, zum Beispiel wenn über das Mittelalter oder bestimmte Gerichtsverfahren gesprochen wird. Im Alltag meint „Tortur“ fast immer eine langwierige, anstrengende Erfahrung.
Die Fahrt im überfüllten Zug zur Arbeit ist jeden Morgen eine Tortur.
Obwohl das Wort wie das englische „torture“ aussieht, hat „die Tortur“ im Deutschen oft eine schwächere, übertragene Bedeutung. Eine lange Wartezeit oder eine schwierige Prüfung kann eine „Tortur“ sein, ohne dass körperliche Gewalt im Spiel ist.
Die zweistündige Wartezeit beim Arzt war eine echte Tortur.
Für die übertragene Bedeutung wird „Tortur“ oft mit Verben wie „durchmachen“, „erleiden“ oder „hinter sich haben“ kombiniert. Man beschreibt damit, dass man eine sehr unangenehme Phase überstanden hat.
Nachdem er die schwere Prüfung endlich bestanden hatte, hatte er die Tortur hinter sich.
„der Mord“ und „die Tortur“ können beide ausdrücken, dass etwas extrem schwer oder unangenehm ist. Das gilt bei „Mord“ aber nur umgangssprachlich in Wendungen wie „Das ist ein Mord“. Es klingt übertrieben und eher locker. „Tortur“ meint eine lange, sehr belastende oder schmerzhafte Erfahrung und klingt ernster. Für eine echte Tötung benutzt man „Mord“, nicht „Tortur“. Wenn man über Anstrengung spricht, passt „Tortur“ eher bei starkem Leiden, „ein Mord“ eher als saloppe Übertreibung.

Nach drei Stunden im Wartezimmer war der Arzttermin für sie eine echte Tortur.
Der Aufstieg mit den schweren Taschen war ein Mord.