träge
Langsam, ohne Energie und Antrieb; schwerfällig und lustlos in der Bewegung oder im Handeln.
Nach dem üppigen Mittagessen fühlte er sich träge und müde.

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Langsam, ohne Energie und Antrieb; schwerfällig und lustlos in der Bewegung oder im Handeln.
Nach dem üppigen Mittagessen fühlte er sich träge und müde.

Das Adjektiv „träge“ gehört zur Wortfamilie von „die Trägheit“. Dieses Nomen bezeichnet sowohl die menschliche Eigenschaft der Antriebslosigkeit als auch das physikalische Prinzip der Trägheit (Inertia).
Die Trägheit der Masse ist ein Grundprinzip der Physik.
Die Bedeutung von „träge“ erkennen Sie am Kontext. Spricht man über Menschen, Gefühle oder langsame Bewegungen, bedeutet es „antriebslos“. In wissenschaftlichen Kontexten (Chemie, Physik) mit Wörtern wie „Gas“ oder „Stoff“ bedeutet es „reagiert nicht“.
Der Fluss bewegt sich hier sehr träge.
In der Alltagsbedeutung wird „träge“ oft verwendet, um ein Gefühl oder einen Zustand zu beschreiben. Typische Wendungen sind „sich träge fühlen“, „träge werden“ oder auch für langsame, schwere Bewegungen wie „ein träger Fluss“.
An heißen Sommertagen fühle ich mich oft besonders träge.
Die Bedeutung „inert“ oder „reaktionsträge“ ist reine Fachsprache. Sie wird fast ausschließlich in den Naturwissenschaften wie Physik und Chemie verwendet.
Stickstoff ist unter normalen Bedingungen ein relativ träges Element.
„schnell“ und „träge“ stehen in einem klaren Gegensatz. „schnell“ beschreibt eine Bewegung, Handlung oder einen Vorgang mit hoher Geschwindigkeit oder ohne langes Warten. „träge“ beschreibt jemanden oder etwas, das langsam, schwerfällig und ohne Energie wirkt. „träge“ sagt also nicht nur „langsam“, sondern auch, dass Antrieb oder Kraft fehlt. Bei Personen, Tieren oder Abläufen klingt „träge“ oft etwas negativ.

Nach dem langen Mittagessen war er träge und wollte nicht weiterarbeiten.
In der Stadt ist das Fahrrad oft schneller als das Auto.