unwohl
Sich körperlich nicht gut, leicht krank oder übel fühlen.
Nach dem fettigen Essen war mir den ganzen Abend unwohl.

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Sich körperlich nicht gut, leicht krank oder übel fühlen.
Nach dem fettigen Essen war mir den ganzen Abend unwohl.

Das Wort ist das direkte Gegenteil von „wohl“. Die Vorsilbe „un-“ verneint das Adjektiv „wohl“ (gut, gesund), sodass „unwohl“ wörtlich „nicht gut“ oder „nicht gesund“ bedeutet.
Er fühlte sich nach der langen Reise sichtlich unwohl.
„Unwohl“ wird fast immer in zwei festen Konstruktionen verwendet. Entweder mit dem Verb „fühlen“ (Ich fühle mich unwohl) oder mit „sein“, wobei die Person im Dativ steht (Mir ist unwohl).
Ich fühle mich bei diesem Thema unwohl.
Ob körperliches oder psychisches Unwohlsein gemeint ist, verrät der Kontext. Geht es um Essen, Krankheit oder den Körper, ist die körperliche Bedeutung gemeint. Geht es um soziale Situationen, Gespräche oder Gefühle, ist die psychische Bedeutung gemeint.
Vom Geruch des Fisches wurde mir unwohl.
„wohl“ und „unwohl“ stehen sich gegenüber, wenn es um das Gefühl einer Person geht. Wer sich wohl fühlt, fühlt sich gut, sicher oder angenehm. Wer sich unwohl fühlt, fühlt sich körperlich nicht gut oder in einer Situation unsicher und unangenehm. Die Wörter können verwechselt werden, weil sie sehr ähnlich aussehen und beide mit Gefühlen zu tun haben. Achte auf „un-“: Es macht aus dem guten Gefühl das Gegenteil. „wohl“ kann außerdem auch „wahrscheinlich“ bedeuten, aber diese Bedeutung passt nicht zum Gegensatz mit „unwohl“.

Nach dem langen Gespräch ist der Verkäuferin etwas unwohl.
In der Pause fühlt sich das neue Teammitglied schon viel wohler.