Ein negatives Gefühl wie Unbehagen, Missfallen oder Peinlichkeit hervorrufend. Dies kann sich auf Situationen, Empfindungen, Gerüche oder Personen beziehen.
beispiel
Es war mir unangenehm, ihn nach so langer Zeit um einen Gefallen bitten zu müssen.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort ist einfach aufgebaut: Die Vorsilbe „un-“ verneint das Adjektiv „angenehm“. Es bedeutet also wörtlich „nicht angenehm“. Diese Struktur mit „un-“ finden Sie bei vielen deutschen Adjektiven.
BEISPIEL
Die lange Wartezeit in der Kälte war sehr unangenehm.
Dativ-Konstruktion
Um auszudrücken, dass eine Situation für eine Person peinlich oder unbehaglich ist, verwendet man eine feste Struktur mit dem Dativ: „Es ist [Person im Dativ] unangenehm, ... zu ...“.
BEISPIEL
Es ist mir unangenehm, Sie schon wieder stören zu müssen.
Typische Verbindungen
„Unangenehm“ beschreibt oft abstrakte Dinge oder Sinneswahrnehmungen. Häufige Kombinationen sind „eine unangenehme Situation“, „eine unangenehme Stille“, „ein unangenehmer Geruch“ oder „eine unangenehme Frage“.
BEISPIEL
Nach seiner Bemerkung entstand eine unangenehme Stille im Raum.
Vergleichen mit
antonym
unangenehm vs schön
„schön“ und „unangenehm“ können beide beschreiben, wie man eine Situation, eine Erfahrung oder ein Gefühl erlebt. „schön“ meint hier: etwas fühlt sich gut, angenehm oder erfreulich an. „unangenehm“ ist das Gegenteil: Etwas macht ein schlechtes Gefühl, ist peinlich, störend oder nicht schön zu erleben. Für Aussehen passt als Gegenteil zu „schön“ eher „hässlich“. Wenn es aber um ein Gespräch, einen Geruch, Schmerzen oder eine peinliche Situation geht, ist „unangenehm“ genauer.
unangenehm
Das Gespräch mit dem Kunden war unangenehm, weil er sehr wütend war.
schön
Der freie Nachmittag mit meiner Familie war sehr schön.