jemandem ist übel
Das Gefühl von Übelkeit haben, als ob man sich übergeben müsste.
Nach der langen Autofahrt war mir furchtbar übel.

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Das Gefühl von Übelkeit haben, als ob man sich übergeben müsste.
Nach der langen Autofahrt war mir furchtbar übel.

Um das Gefühl der Übelkeit auszudrücken, wird eine feste Konstruktion mit dem Dativ verwendet: „jemandem ist übel“. Die Person, der schlecht ist, steht immer im Dativ.
Dem Kind wurde auf der langen Busfahrt übel.
Ein typischer Fehler ist die Verwendung des Nominativs (*Ich bin übel*). Das ist falsch und würde bedeuten, dass man eine schlechte Person ist. Korrekt ist immer: „Mir ist übel“.
Wenn ich zu viel Süßes esse, wird mir schnell übel.
Die Redewendung „jemandem etwas übel nehmen“ ist eine feste Struktur. Die Person, der man etwas nachträgt, steht im Dativ, und die Handlung oder Aussage, die einen stört, steht im Akkusativ.
Er hat mir meine ehrliche Kritik sehr übel genommen.
Wenn „übel“ vor einem Nomen steht, das eine Handlung oder Eigenschaft beschreibt, hat es oft eine moralische Bedeutung. Typische Verbindungen sind „eine üble Tat“, „üble Absichten“ oder „üble Gerüchte“.
Über ihn werden in der Firma üble Gerüchte verbreitet.
„schlecht“ und „übel“ können in einigen Situationen ähnlich sein. Besonders bei Übelkeit sagt man „mir ist schlecht“ oder „mir ist übel“. „Übel“ betont dabei stärker das Gefühl, dass man sich vielleicht übergeben muss. „Schlecht“ ist allgemeiner und kann auch Qualität, Moral oder verdorbene Lebensmittel beschreiben. „Übel“ kann außerdem moralisch schlecht oder sehr unangenehm für Geruch und Geschmack bedeuten, klingt aber oft etwas stärker oder spezieller. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei Unwohlsein passen. Im Alltag ist „mir ist schlecht“ sehr häufig und allgemein, „mir ist übel“ genauer bei Übelkeit.

Meinem Bruder ist nach der Busfahrt übel.
Nach dem alten Joghurt ist mir schlecht geworden.