verbauen
Den Zugang zu etwas oder die Sicht auf etwas durch das Errichten eines Bauwerks blockieren.
Das neue Hochhaus hat uns die schöne Aussicht auf die Berge verbaut.

Loading your saved state.
Den Zugang zu etwas oder die Sicht auf etwas durch das Errichten eines Bauwerks blockieren.
Das neue Hochhaus hat uns die schöne Aussicht auf die Berge verbaut.

„Verbauen“ ist ein untrennbares Verb, da es mit „ver-“ beginnt. Die Vorsilbe bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Stamm „bauen“ verbunden.
Er hat sich mit dieser Entscheidung die Zukunft verbaut.
Die Vorsilbe „ver-“ hat hier oft eine negative Bedeutung oder zeigt ein Ergebnis an. Sie kann bedeuten, dass etwas falsch gemacht wird, blockiert ist oder zu Ende geht.
Pass auf, dass du dir nicht den Weg nach oben verbaust.
Die Bedeutung von „verbauen“ erkennt man am Objekt: Geht es um eine Aussicht, ist „blockieren“ gemeint. Bei abstrakten Dingen wie „Karriere“ oder „Zukunft“ bedeutet es „ruinieren“. Bei Baumaterialien heißt es „verbrauchen“.
Das neue Hotel verbaut allen Anwohnern den Meerblick.
In der übertragenen Bedeutung „sich Chancen nehmen“ ist das Verb reflexiv und verlangt den Dativ. Die Struktur ist: Person (Subjekt) + verbaut + sich (Dativ) + Chance (Akkusativ).
Durch deine Faulheit verbaust du dir eine gute Note.
„einbauen“ und „verbauen“ klingen ähnlich und haben beide mit Bauen zu tun, bedeuten aber nicht dasselbe. „einbauen“ benutzt man, wenn man etwas fest in ein größeres Ganzes montiert, zum Beispiel ein Fenster, ein Regal oder ein Gerät. „verbauen“ bedeutet hier, dass ein Bauwerk den Zugang oder die Sicht blockiert. Lernende können die Wörter wegen der ähnlichen Form verwechseln. Als einfache Orientierung gilt: Man baut etwas ein, damit es Teil von etwas wird; man verbaut etwas, wenn dadurch etwas versperrt wird.

Das neue Haus verbaut den Nachbarn die Sicht auf den See.
Der Handwerker baut heute eine neue Dusche im Bad ein.