
verblassen
Die Intensität einer Farbe verlieren; blasser oder heller werden.
Die alte Fotografie ist über die Jahre stark verblasst.
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Die Intensität einer Farbe verlieren; blasser oder heller werden.
Die alte Fotografie ist über die Jahre stark verblasst.

An Bedeutung, Deutlichkeit oder Intensität verlieren. Bezieht sich oft auf Erinnerungen, Gefühle oder Ruhm.
Mit der Zeit verblasste die Erinnerung an ihre erste große Liebe.
Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „ver-“ und dem Adjektiv „blass“ zusammen. Die Vorsilbe „ver-“ beschreibt hier eine Veränderung oder ein Verschwinden. „Verblassen“ bedeutet also wörtlich „blass werden“. Es ist ein untrennbares Verb.
Die Schrift auf dem alten Dokument ist kaum noch lesbar, sie ist stark verblasst.
Da „verblassen“ eine Zustandsveränderung beschreibt, wird die Perfektform immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet. Es heißt also „ist verblasst“ und nicht „hat verblasst“.
Die leuchtenden Farben des T-Shirts sind nach dem Waschen verblasst.
Das Subjekt des Satzes verrät die Bedeutung. Handelt es sich um etwas Konkretes mit Farbe (Foto, Stoff, Tinte), ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Bei abstrakten Subjekten (Erinnerung, Ruhm, Gefühl) ist die übertragene Bedeutung gemeint.
Die rote Farbe an der Hauswand verblasst langsam in der Sonne.
Bei Erinnerungen bedeutet „verblassen“, dass ihre Stärke oder Lebendigkeit nachlässt. „Sich verwischen“ bedeutet, dass ihre Konturen und Einzelheiten undeutlich werden. Eine Erinnerung kann daher verblassen, während sich besonders ihre konkreten Details verwischen.

Mit den Jahren verblasste ihre Erinnerung an die Reise.
Mit den Jahren verwischten sich in ihrer Erinnerung die Einzelheiten der Reise.