verleiten zu
Jemanden dazu bringen oder überreden, etwas Unkluges, Falsches oder Unmoralisches zu tun, dem er oder sie sonst nicht zugestimmt hätte.
Lass dich nicht von seinen schönen Worten zu einer unüberlegten Entscheidung verleiten.

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Jemanden dazu bringen oder überreden, etwas Unkluges, Falsches oder Unmoralisches zu tun, dem er oder sie sonst nicht zugestimmt hätte.
Lass dich nicht von seinen schönen Worten zu einer unüberlegten Entscheidung verleiten.

Das Verb besteht aus der untrennbaren Vorsilbe „ver-“ und dem Verb „leiten“ (führen). „Verleiten“ bedeutet also wörtlich, jemanden in eine falsche Richtung zu führen oder auf einen falschen Weg zu bringen.
Die Werbung verleitet Menschen oft zu unnötigen Käufen.
Die Struktur ist fest: Man verleitet „jemanden“ (Akkusativ) „zu etwas“ (Dativ). Die Person, die verleitet wird, steht immer im Akkusativ.
Er hat mich zu einem Stück Kuchen verleitet, obwohl ich auf Diät bin.
Sehr häufig wird die reflexive Form „sich verleiten lassen“ verwendet. Damit drückt man aus, dass man dem Drängen oder der Versuchung nachgegeben hat.
Ich habe mich von dem günstigen Preis zum Kauf verleiten lassen.
„versuchen“ und „verleiten“ können beide bedeuten, dass jemand zu etwas Falschem oder Unklugem gebracht wird. „verleiten“ ist dafür das normale und klare Wort: Jemand oder etwas bringt eine Person dazu, etwas zu tun, was sie vielleicht nicht tun sollte. „versuchen“ hat diese Bedeutung auch, klingt aber gehoben und etwas altmodisch. Im Alltag benutzt man „versuchen“ viel häufiger in der Bedeutung „einen Versuch machen“, nicht im Sinn von „in Versuchung führen“. Wenn es um schlechte Einflüsse oder eine unkluge Entscheidung geht, ist „verleiten“ meistens genauer.

Die Werbung hat mich dazu verleitet, ein neues Handy zu kaufen.
Der teure Ring im Schaufenster versuchte sie, obwohl sie sparen wollte.