verorten
Etwas oder jemanden gedanklich oder thematisch in einen bestimmten Kontext, eine bestimmte Kategorie oder eine historische Epoche einordnen.
Man kann diesen Roman klar in der literarischen Strömung der Postmoderne verorten.

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Etwas oder jemanden gedanklich oder thematisch in einen bestimmten Kontext, eine bestimmte Kategorie oder eine historische Epoche einordnen.
Man kann diesen Roman klar in der literarischen Strömung der Postmoderne verorten.

Das Verb leitet sich vom Nomen „der Ort“ ab. Die Vorsilbe „ver-“ gibt dem Verb eine aktive, zuordnende Bedeutung. „Verorten“ bedeutet also, einer Sache oder Person einen bestimmten Ort zuzuweisen.
Archäologen versuchen, die antike Siedlung genauer zu verorten.
„Verorten“ wird fast immer mit einer Präposition verwendet, die den Ort oder Kontext angibt. Die häufigste Konstruktion ist „jemanden/etwas in“ + Dativ.
Der Experte verortet den Beginn der industriellen Revolution im späten 18. Jahrhundert.
Die Bedeutung erkennen Sie am „Ort“: Geht es um einen geografischen Ort (Stadt, Adresse), ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Geht es um eine abstrakte Kategorie (Stil, Epoche, politische Haltung), ist die übertragene Bedeutung gemeint.
Die App kann Ihren aktuellen Standort auf der Karte verorten.
Die übertragene, also thematische oder konzeptuelle, Bedeutung von „verorten“ ist typisch für die Bildungs- und Fachsprache. Man findet sie oft in akademischen Texten, im Journalismus oder in Diskussionen über Kunst und Politik.
In der Podiumsdiskussion verortete sich die Politikerin im liberal-konservativen Spektrum.
„ausmachen“ und „verorten“ können beide damit zu tun haben, dass man herausfindet, wo etwas oder jemand ist. „ausmachen“ benutzt man, wenn man etwas erkennt oder entdeckt, oft aus der Ferne oder wenn es schwer zu sehen ist. „verorten“ bedeutet genauer, den Ort zu bestimmen oder anzugeben. Es klingt etwas formeller und wird oft bei Karten, Daten oder Berichten verwendet. Wenn man etwas mit den Augen entdeckt, passt „ausmachen“ besser. Wenn man den genauen Ort nennt oder festlegt, passt „verorten“ besser.

Die Polizei verortet das gestohlene Handy in der Nähe des Bahnhofs.
Durch den Nebel konnte ich am Ufer nur ein kleines Boot ausmachen.