
verschonen
Jemanden oder etwas bewusst nicht bestrafen, verletzen, töten oder anderweitig negativ behandeln, obwohl die Möglichkeit dazu besteht.
Der Richter entschied, den Ersttäter zu verschonen und ihm nur eine Geldstrafe aufzuerlegen.
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Jemanden oder etwas bewusst nicht bestrafen, verletzen, töten oder anderweitig negativ behandeln, obwohl die Möglichkeit dazu besteht.
Der Richter entschied, den Ersttäter zu verschonen und ihm nur eine Geldstrafe aufzuerlegen.

Von etwas Negativem wie einer Krankheit, einem Unglück oder einer Katastrophe nicht betroffen sein.
Unsere Stadt blieb glücklicherweise vom Unwetter verschont.
„Verschonen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt immer mit dem Verbstamm „schonen“ verbunden, auch im Partizip II („verschont“).
Er hat mich mit den Details seiner Reise verschont.
In dieser Bedeutung braucht „verschonen“ immer ein Akkusativobjekt. Dieses Objekt ist die Person oder die Sache, die nicht negativ behandelt wird.
Der Sturm hat zum Glück unser Haus verschont.
Diese Bedeutung wird fast immer in der festen Wendung „von etwas (Dativ) verschont bleiben“ verwendet. Das Subjekt ist die Person oder der Ort, die/der Glück hatte.
Ich bin diesmal von einer Erkältung verschont geblieben.
Schützen und verschonen können beide ausdrücken, dass jemand keinen Schaden erleidet. Schützen bedeutet, aktiv gegen eine Gefahr vorzugehen, während verschonen betont, dass eine Person trotz einer möglichen Gefahr oder eines möglichen Angriffs nicht verletzt wird. Passt eine aktive Hilfe oder Abwehr, ist schützen die passende Wahl; bei bewusstem Nichtangreifen passt verschonen.

Die Angreifer verschonten die Bewohner des kleinen Dorfes.
Die Einsatzkräfte schützten die Bewohner vor dem Feuer.