Die Eigenschaft oder Pflicht, anvertraute oder geheime Informationen für sich zu behalten und nicht weiterzugeben. Es ist ein zentraler Begriff in Berufen wie Arzt, Anwalt oder Priester.
beispiel
Ärzte sind zur absoluten Verschwiegenheit über die Daten ihrer Patienten verpflichtet.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort leitet sich vom Verb „verschweigen“ (etwas geheim halten) ab. Die Endung „-heit“ bildet ein abstraktes Nomen, das den Zustand oder die Eigenschaft beschreibt, verschwiegen zu sein.
BEISPIEL
Er ist für seine Verschwiegenheit bekannt.
Typische Verbindungen
Häufige Wendungen sind „zur Verschwiegenheit verpflichtet sein“, „Verschwiegenheit wahren“ oder „Verschwiegenheit zusichern“.
BEISPIEL
Als Anwalt muss er absolute Verschwiegenheit wahren.
Satzbau und Verwendungsmuster
Die Verpflichtung wird mit der Präposition „zu“ ausgedrückt. Der Inhalt, über den geschwiegen wird, wird oft mit „über“ (+ Akkusativ) angegeben.
BEISPIEL
Therapeuten sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Vergleichen mit
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Verschwiegenheit vs Geheimnis
„das Geheimnis“ und „die Verschwiegenheit“ hängen eng zusammen, weil beide mit Informationen zu tun haben, die nicht weitergesagt werden sollen. Ein „Geheimnis“ ist die Information selbst. „Verschwiegenheit“ beschreibt die Eigenschaft oder Pflicht einer Person, diese Information für sich zu behalten. Man kann also jemandem ein Geheimnis erzählen und von dieser Person Verschwiegenheit erwarten. Verwechselbar sind die Wörter, weil beide im gleichen Kontext vorkommen. Der einfache Unterschied ist: Das Geheimnis ist der Inhalt, Verschwiegenheit ist das Nicht-Weitererzählen.
Verschwiegenheit
Von einem Anwalt erwartet man Verschwiegenheit.
Geheimnis
Lisa hat mir ein Geheimnis erzählt, aber ich darf es niemandem sagen.