
verziehen
Den Wohnort wechseln; an einen anderen Ort umziehen.
Unsere ehemaligen Nachbarn sind letztes Jahr nach Hamburg verzogen.
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Den Wohnort wechseln; an einen anderen Ort umziehen.
Unsere ehemaligen Nachbarn sind letztes Jahr nach Hamburg verzogen.

Ein Kind durch übermäßige Nachgiebigkeit und fehlende Grenzen negativ in seiner Entwicklung beeinflussen, sodass es unerwünschte Verhaltensweisen entwickelt.
Wenn man einem Kind alles erlaubt, verzieht man es nur.

Die Gesichtszüge unwillkürlich verändern, oft als Reaktion auf Schmerz, Ekel, Anstrengung oder eine unangenehme Überraschung.
Als er die saure Zitrone probierte, verzog er angewidert das Gesicht.

(Von Materialien wie Holz oder Metall) sich durch Einflüsse wie Feuchtigkeit oder Hitze verformen oder krümmen.
Die alte Holztür hat sich im Laufe der Jahre verzogen und schließt nicht mehr richtig.

(Umgangssprachlich) Einen Ort verlassen; verschwinden. Kann auch als unhöfliche Aufforderung verwendet werden.
Als der Regen anfing, haben sich alle schnell vom Park nach Hause verzogen.
„Verziehen“ ist ein untrennbares Verb, das auf dem Grundverb „ziehen“ basiert. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Konjugationsformen und Satzstellungen fest mit dem Stamm verbunden.
Meine Tante ist vor langer Zeit nach Kanada verzogen.
Die Bedeutung von „verziehen“ erkennen Sie am Satzbau. Mit dem Hilfsverb „sein“ bedeutet es „umziehen“. Als transitives Verb mit einer Person als Objekt bedeutet es „verwöhnen“. Reflexiv („sich verziehen“) kann es „sich verformen“ (Material) oder umgangssprachlich „verschwinden“ (Person) bedeuten.
Sie sind letztes Jahr verzogen.
In der Bedeutung „den Wohnort wechseln“ wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet. Grund dafür ist, dass es eine Bewegung von einem Ort zu einem anderen beschreibt.
Wann seid ihr in diese Wohnung verzogen?
Die Wendung „das Gesicht verziehen“ ist eine feste Kollokation. Sie beschreibt eine unwillkürliche Reaktion auf Schmerz, Ekel oder etwas Unangenehmes. Das Objekt ist fast immer „das Gesicht“ oder „die Miene“.
Beim Anblick der Wunde verzog er das Gesicht.
Die reflexive Form „sich verziehen“ im Sinne von „weggehen“ oder „verschwinden“ ist umgangssprachlich. Als Befehl im Imperativ („Verzieh dich!“) ist es eine sehr unhöfliche Aufforderung, jemanden zum Gehen zu zwingen.
Es wird spät, ich glaube, ich verziehe mich mal.
Beide Verben können einen Wohnortwechsel ausdrücken. Umziehen stellt den Wechsel als Vorgang oder neue Wohnsituation dar, während verziehen eher das Wegziehen an einen anderen Ort bezeichnet. Verwende umziehen in allgemeinen Mitteilungen und verziehen, wenn das Verlassen des bisherigen Ortes betont wird.

Die Familie verzieht im Sommer von München nach Bremen.
Die Familie zieht im Sommer um, weil sie eine größere Wohnung gefunden hat.