voraussetzen
Etwas als notwendige Bedingung oder Anforderung für etwas anderes haben.
Diese Stelle setzt mehrjährige Berufserfahrung voraus.

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Etwas als notwendige Bedingung oder Anforderung für etwas anderes haben.
Diese Stelle setzt mehrjährige Berufserfahrung voraus.

„Voraussetzen“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „voraus“ am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Der Kurs setzt gute Englischkenntnisse voraus.
Das Wort besteht aus „voraus“ (im Vorhinein) und „setzen“. Die wörtliche Bedeutung ist „etwas im Vorhinein als Bedingung oder als wahr setzen“. Dies erklärt beide Hauptbedeutungen: „erfordern“ und „annehmen“.
Für diese Wanderung setzen wir eine gute Kondition voraus.
Wenn das Subjekt eine Person ist („Ich setze voraus...“), bedeutet es meist „annehmen“. Wenn das Subjekt eine Sache ist („Der Job setzt voraus...“), bedeutet es „erfordern“.
Ich setze einfach mal voraus, dass du einverstanden bist.
In der Bedeutung „annehmen“ wird „voraussetzen“ sehr oft mit einem Nebensatz verwendet, der mit „dass“ eingeleitet wird. Dieser Nebensatz beschreibt die Annahme.
Der Lehrer setzte voraus, dass alle Schüler das Buch gelesen hatten.
„erwarten“ und „voraussetzen“ können beide ausdrücken, dass man von etwas ausgeht. „erwarten“ richtet sich oft auf die Zukunft oder auf das Verhalten einer Person: Man rechnet mit etwas oder möchte eine bestimmte Leistung. „voraussetzen“ bedeutet eher, dass etwas schon als gegeben gilt oder als Bedingung nötig ist. Es klingt oft sachlicher und passt gut bei Regeln, Kursen oder Anforderungen. Die Wörter sind verwechselbar, weil beide eine Erwartung enthalten können. „Ich erwarte, dass du pünktlich bist“ klingt wie eine Forderung; „Ich setze voraus, dass du pünktlich bist“ klingt, als sei Pünktlichkeit selbstverständlich.

Der Kurs setzt gute Deutschkenntnisse voraus.
Die Lehrerin erwartet, dass alle die Hausaufgabe bis Freitag abgeben.