vorlesen
Einen geschriebenen Text laut lesen, sodass andere Personen zuhören können.
Kannst du mir bitte die E-Mail vorlesen? Ich habe meine Brille vergessen.

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Einen geschriebenen Text laut lesen, sodass andere Personen zuhören können.
Kannst du mir bitte die E-Mail vorlesen? Ich habe meine Brille vergessen.

„Vorlesen“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „vor“ am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Der Vater liest seinem Sohn jeden Abend eine Geschichte vor.
Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „vor-“ und dem Verb „lesen“ zusammen. Die Vorsilbe „vor-“ bedeutet hier, dass die Handlung für eine andere Person oder vor einem Publikum stattfindet.
Die Autorin wird aus ihrem neuen Roman vorlesen.
Die Person, für die gelesen wird, steht im Dativ. Die typische Satzstruktur lautet: Subjekt + liest + Dativobjekt (Person) + Akkusativobjekt (Text) + vor.
Kannst du mir bitte den Zeitungsartikel vorlesen?
Häufige Dinge, die man vorliest, sind Texte, die unterhalten oder informieren sollen. Dazu gehören: eine Geschichte, ein Gedicht, ein Buch, ein Brief oder die Nachrichten.
Meine Oma hat mir früher oft aus einem dicken Märchenbuch vorgelesen.
„lesen“ und „vorlesen“ haben beide mit einem geschriebenen Text zu tun. „lesen“ bedeutet allgemein, einen Text zu erfassen und zu verstehen; das kann leise und nur für sich selbst sein. „vorlesen“ bedeutet, einen Text laut zu lesen, damit andere zuhören. Lernende können die Wörter verwechseln, weil bei beiden ein Text gelesen wird. Der wichtige Unterschied ist: Bei „vorlesen“ gibt es normalerweise Zuhörer.

Der Verkäufer liest dem Kunden die wichtigsten Punkte aus dem Vertrag vor.
Vor dem Termin liest er das Formular noch einmal genau.